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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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32
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Eüroxäisches Staatensystem.

Ä2

:partements Gironde und Landes ausdehnt; hier, am MittelländischenMeere die Lagunen-Reihe vom Fuß der Piränecn bis an den Fuß derAlpen. Alle diese C'tangs oder Strandsecn haben ein starksalziges WasserLind geben Veranlassung zu einem reichlichen Seesalz-Gewinn.

Geologischer Charakter, Mineral-Erzeugnisse.

Betrachtet man die Bodenfläche Frankreichs nach dem Unterschiedevon Gebirge und Ebene, so findet sich, daß nur etwa der 12te bis 13teTheil des Gesammt-Areals aus Gcbirgslanv besteht, und die mittlereHöhe der Ebene im Innern von Frankreich, nach den Bestimmungenfür Chalons-sur--Saone, Orlsans, Le Maus und Poitiers gerechnet,nur 40^ bis 8G beträgt. Konnten die Piräneen über Frankreich vertheiltwerden, so würde ihre ganze Masse, das Land, nach A. von HumboldtsBestimmung, nur um 18^ erhöhen. Überhaupt ergiebt sich die Vertheiluugunter die verschiedenen Bodenarten aus nachstehender Übersicht: —

Flächeninhalt.

Hcctaren.

Quadratlieues

Gebirgsland.

4,268,750.0-

2,161.°°.

Heiden- und Steppen (I»anä«s)-Land

5,676,088.g»

2,873.---

Boden fruchtbarer Dammerde . . .

7,276.368.--

8,683.878

Kreide- oder Kalk-Boden . . . .

9,788,197.°°

4,d55.2gg

Kies-Boden.

3,417,893..-

1,730.-,°

Steiniger Boden.

6,612,348».

3,347.°.°

Sandiger Boden ..

2,997.,..

Thoniger Boden.

2.232,885.°°

1,130.4yz

Schlammiges oder morastiges Land .

284,454.»,

144.008

Boden verschiedener Art ....

7,290,237.°,

3,000.ggg

Ganze Bodenfläche.

52,768,60V.».

26,714.--,

Kaum scheint es der Erwähnung zu bedürfen, daß FrankreichsBoden an allen geologischen Formationen Theil nimmt, denn wol nirgendsauf der weiten Erde findet sich das eine oder andere System ausschließlich,überall lagern sich die jüngern Gebirgsartcn an die ältern, und selbstdiejenigen, welche der vulkanischen Reihe zugezählt werden, lassen sich, ingrößerer oder geringerer Ausdchung, fast überall nachweisen.

Fassen wir das primitive oder Urgebirge mit den Übcrgangsforma-lioncn zusammen, also die Reihe des Granits, des Gneißes, Glimmer-schiefers, des Thonschiefers, und der Grauwacke mit dem zu dieser Reihegehörigen Kalksteine, so finden sich diese Fclsarten nur an den Endenund in der Mitte Frankreichs. Sie bilden die ganze Piräneen-Kctte unddie gegen den Atlantischen Ocean halbinselartig vorspringende ehemaligeProvinz Bretagne, wo sie auf der Ostscite durch eine Linie begränztwerden, die man ungefähr von SableS-d'Olonne über Niort, Angersund Alcnyon nach Cherbourg, an der nördlichen Spitze der kleinen Halb-insel des Cotentin gezogen denkt. Das Thonschiefer-Gebirge tritt ingroßer Masse in den Ardcnnen auf, welche einen Theil des Nicdcrrheini-schen Schicfergebirgs ausmachen. Ur- und Übcrgangsformationen bildenin den Vogesen eine kleine Gruppe; die hohen Gegenden des Dauphin«bestehen aus denselben und reihen sich einerseits an die Savoischcu und