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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

Man sieht hieraus, daß ^ der Bodenfläche Frankreichs in kleineund sehr kleine Besitzungen vertheilt sind, und nur etwa der 840ste Theilauf das Ma.rimum des Grundbesitzes fällt. Überhaupt aber belauft sichdie Zahl der Eigenthümer auf 10,896,682.

Der Staat ist Grundei'genthümer von 1,036,321 Hectaren, die zueinem Kapitalwerth von 1,277,295,629 Fr. veranschlagt sind. Den aller-größten Antheil hieran haben die Staatswaldungen, deren es 1473 miteinem Flächeninhalte von 1,019,139,Hectaren giebt, und deren Werthzu 726,993,456 Fr. geschätzt wird, im Durchschnitt die Hectare also713 Fr. Mit Ausnahme von zwölf Departements besitzt der Staat imganzen Lande Forsten, die meisten im Departement des Vosgcs, nämlich85,858 Hectaren, deren jede hier einen Werth von 912 Fr. hat; diewenigsten finden sich im Deport. Haute-Dienne, nämlich nur 2,z Hect.Den größten Werth haben die Staatswaldungcn im DoubS-Departement,wo jede Hectare auf 1782 Fr. veranschlagt wird; den geringsten imDeport. Vaucluse, wo man jeder der vorhandenen 3740 Hect. nur einenWerth von 41 Fr. beilegen kann. Überhaupt ist der Werth der fran-zösischen Waldungen gemindert worden, durch schlechte Fvrstwirthschaftund den Mißbrauch, der in ihnen vorwaltet.

Unter jener Hauptsumme des Staars-Grundbesitzes sind anst) dieLiegenheiten enthalten, welche der Geistlichkeit überwiesen sind, und dieein Gesammtareal von 623,„ Hect., zum genäherten Kapitalwcrth von43,047,573 Fr., umfassen. Diese Liegenheiten, Gebäude, sind unter245 Parteien vertheilt, nämlich unter 74 Bischöfe, 86 Seminarien,31 geistliche Sekundärschulen, 15 von Priestern oder Nonnen gehaltenenSchulen und 39 Cvngrcgationen.

Die Gemeinden Frankreichs haben einen sehr ansehnlichen Grund-besitz. Nach einer Zusammenstellung für das Jahr 1833 bezogen diedamals vorhandenen 37,187 Gemeinden aus ihren liegenden Gründenein jährliches Einkommen von 25,828,817 Fr. 67 Cent. Davon kamenauf die 86 Departements-Hauptstädte, welche zu jener Zeit eine Gesammt-VolkSmenge von 2,773,272 Seelen hatten, 5,704,064 Fr. 90 Cent.; auf435 andere Städte, deren jede 3000 Inwohner und darüber besaß, imGanzen von 2,906,843 Menschen bewohnt, 2,270,849 Fr. 75 Cent., undauf die ländlichen Gemeinden von weniger als 3000 Inwohner, imGanzen mit 26,889,108 Seelen, ein Einkommen von 17,853,903 Fr.2 Cent. Unter den Departements - Hauptstädten ist Paris die reichsteGemeinde, denn ihre Revcnüe aus liegenden Gründen bclief sich auf4,477,632 Fr. *). Gar keinen Grundbesitz haben die Hauptstädte dersieben Deport. Calvados, Corröze, Loire, Morbihan, Örne, Hautcs-Pyrenses und Seine-Marne. Sieht man von diesem ab, so ist die ärmsteGrundbcsi'tzerin die Hauptstadt des Tarn-Dcpartemcnts, Alby, welche nur12 Fr. Nevenüe aus ihrem immobilen Vermögen bezieht.

Im Jahre 1834 zählte man in ganz Frankreich 6,775,236 stcüer-pflichtige Gebäude, — nämlich 6,649,551 Wohnhäuser, 82,946 Wind-

») Das Einkomme»> welches Paris au« der städtischen WerbrauchSsteüer bezieht, flieg imLahre 1838 auf 31 Millionen Franken.