Frankreich.
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und Wassermühlen, 4425 Hammer- und .Hüttenwerke, und 38,314 Fabrik-gebäude. Im Jahre 1835 war die Zahl der steücrpfiichtigcn Gebäudeauf 6,805,462 gestiegen; dazu kamen nach 88,896 nicht besteuerte, und9298 dem Staat gehörige Gebäude; überhaupt waren also 6,903,596Gebäude vorhanden die einen Raum von 264,480 Hcct., oder mehr als48 deutsche Q.Meilcn deckten.
Unter den nicht besteuerten 88,896 Gebäuden befanden sich 265 Pra-fektur- und Untcrpräfektur-Gebaüdc; 374 Gcricbtsgcbaüdc, 934 Gefäng-nisse; — 4p,5 Grande Gclchrtcn-Schulcn (OollsZes), Bibliotheken,Universitäten, Akademien, Museen; 1554 Hospitien und Spitäler; 9383Gemeindehäuser; 7578 Schnlhaüscr; 4l,I32 Kirchen und Kapellen;23,733 Pfarrhäuser; 123 Gebäude für den Wohnsitz der Erzbischöfe, Bi-schöfe unv für geistliche Seminare; 7 Gcbaüde für Münzstätten und -r,a-backs-Mannfakturen; 47 Börsen-, Schauspiel- und andere Haüser; 1207Forts, Kasernen, Gewchrfabriken, Pulvcrmühlcn, Militairmagazine rc.;39 Quarantainc-Gcbäude; 64 Telcgraphcn-Gebaüdc, Sternwarten, Dampf-maschinen, Uhrthürme, Alterthümer; 3 Armen- und Detentionshanser;56 protestantische Kirchen; 882 Marinc-Gcbaüde, Ministcrinms-Gebaüde,königliche Schlösser, NerwaltungShaüscr, Wasserschlösser, Fcücripritzcn-haüscr, so wie 825 Oktroi-, Zoll- und Forsthaüser, Schiffsahrts-Bürcanx,alte Gemcindehaüscr, öffentliche Wagen rc.
7. Threrreich, — Viehzucht.
Frankreich besitzt, unter dem Einfluß seines milden, schönen Klima,eine eben so mannigfaltige als reichhaltige Fauna. Seine Stellung gegenzwei Meere, seine Granzgcbirgsgürtel gegen Spanien und Italien, dieStröme und großen Flüsse, welche seine Oberfläche bewässern, tragenwesentlich dazu bei, dieses schone Land mit fast allen Thieren zu bevöl-kern, die in Europa ihre Hcimath haben; dabei ist es aber für seineNaturgeschichte bemerkenswcrth, das? durch die Mitte des Landes eineziemlich scharf gezogene Scheidewand läuft, die es in zwei Zonen zerlegt,die man die nördliche und die mittelländische nennen kann. Im nörd-lichen Frankreich zeigen sich allmälig die Thiere des Nordens von Eüropa,während die Landthiere des südlichen, afrikanischen Beckens bis gegenLyon hinauf steigen.
Der Saügcthiere im wilden Zustande sind nicht viele vorhanden; derMensch hat so viel als möglich die Thiere ausgerottet, die ihm schädlichwaren, und diejenigen dem Joch unterworfen, welche er für den Betriebder Industrie für nützlich hielt. Unter den wilden Thieren, welche zumVergnügen der Jagd und zur Nahrung dienen, muß das Schwein ge-nannt werden, das sich in alte finstere Wälder zurückgezogen hat und inden Gebirgslandschaften sehr gewöhnlich ist; der Hirsch und das Reh,dH'^tzase und das Kaninchen, weiche lichte Waldungen lieben, und ge-wisse Provinzen stark bevölkern. In den Piräncen giebt es zwei Bären,den braunen und den Piränecn-Bär; die Bisamratte, die nur bei Tarbesgefunden worden ist; den Luchs, der sehr selten vorkommt; die Gems,den Steinbock und eine Art Eichhörnchen, die niemals in die Ebenen-erabsteicst. Einige dieser Thiere finden sich aus den Alpen des Dauphin«,