Frankreich-
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der, indem dadurch die Personen selbst in Berührung gebracht werden,die zur Gewohnheit gewordenen Vorurtheile beseitigt, Gefühle gegen-seitigen Wohlwollens erweckt und dadurch die mächtigste Garantie für dieFortdauer des allgemeinen Friedens gewäbrt, der, wenn er auch nichtaus unserm Zeitalter den Anfang einer neücn Acre unter den Nationenhervorruft, doch mindestens ein großes Merkmal der Wohlfahrt sein wird.«
Wiewohl in dem Vorhergehenden Alles enthalten ist, was auf denVerkehr im Großen, also auch auf den Scehandel Bezug hat, so scheintes doch nicht unangemessen zu sein, noch einige Blicke anf FrankreichsSce-Schifffahrt zu werfen. Von diesem Gesichtspunkte finden wir dieZahl der in allen französischen Häfen
Einlaufenden Schiffe.
1822—1833 jährlich .Im Jahre 1834 . . -
» » 1835 . - .
» >> 1836 . > -
Au
Zwölfjähriger DurchschnittIm Jahre 1834 . . .
» „ 1835 . . .
» „ I83K
Nationale
Tvmicnlast
Fremde
Tonnenlast
von
. . 3,550
333,392
4,474
496,454
. . 3,865
394,486
6,124
736,918
. . 4,001
407,999
6,360
766,033
. . 4,692
484,986
7,099
889,345
laufenden Schiffe.
. . 3,583
327,556
5,060
404,834
. . 4,221
370,217
5,083
518,216
. . 4,292
387,139
5,194
484,807
. . 4,698
426,654
6,200
570,436
Frankreichs wichtigster Handelshafen liegt am Mittelländischen Meere,es ist Marseille, wo der Masse nach über zwei Dritthcile des gesammtenfranzösischen Seeverkehrs Statt finden. Überhaupt theilt man die fran-zösischen Hasen in vier Klassen.
In die Iste Klasse gehören: Marseille, Bordeaux, Le Havre-dc-Grace,NanteS, Samt Malo; —
In die zweite Klasse: Cherbvurg, Brest, Lorient, Rochefort undTonlvn; —
In die 3te Klasse: Dünkirchcn, Rouen, Caen, Granvillc, Bayonneund Cettc; und —
In die 4te Klasse gehören Calais, Boulogne, St. Valcry, Dieppe,Fecamp, Honfleur, St. Brieux, Paimpol, Morlaix, Quimper, Vannes,Le Croisic, Paimbseuf, Les Sables-d'Olonnc, La Röchelte, Blaye, Li-bonrne, St. Jcan-de-Luz, Cvttivure, Narbvnne, Ayde, Arles, Mar-tigues, La Ciotat, Saint-Tropez, Anlibcs, Frejus, Bastia und Ajaccio.
Die Häfen der Bretagne: Brest, Quimper, Morlaix, St. Brienx,so wie die der Provence: Toulon, Martigncs, Antibes, Frejus mitSt. Raphaet, St. Tropez und Cannes, nebst den Korsikanischen Hafen-plätzen Ajaccio und Bastia sind hauptsächlich auf Seefischerei, Salz-handel und den Küstenverkehr angewiesen, und kommen beim großen undWelthandel nicht in Betracht.
Was die Rhederci betrifft, so hatte Frankreich im Jahre 1830 rmeaus 14,852 Fahrzeügcn aller Größen bestehende Handelsmarine, und sieist seit jener Epoche im steten Wachsen geblieben. Unter jener Gesammt-