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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Frankreich.

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Die Mehrheit der Selbstmorde fällt also auf die erste und achte Klasse,gerade wie es bei den Verbrechen gegen die Person der Fall ist. Bonden 2340 Selbstmördern im Jahre 1836 fanden 789 den Tod im Was-ser; 673 hingen sich auf, oder erdrosselten sich; 478 gaben sich den Toddurch Feüerwaffen; 156 durch Erstickung mit Kohlengas, darunter 122im Seine-Departement, also 4 mehr als im Jahre vorher (siehe oben);87 nahmen sich das Leben durch Schneide-Werkzeuge; 47 haben sich ver-giftet; 94 stürzten sich von der Lohe herab, und 17 haben sich andererMittel bedient. Wie im Jahre 1835, so sind auch im Jahre 1836 diemeisten Selbstmorde im Monat Juli, die wenigsten im Monat Decembervorgekommen. Vertheilt man die Selbstmorde in die Jahreszeiten, sofindet sich, daß dieses Verbrechen am meisten im Sommer, am wenigstenim Winter begangen wird. Nach den statistischen Erhebungen für dar»Jahr 1836 ereigneten sich im Winter 45 l, im Herbst 48S, im Früh»ling 647 und im Sommer 753 Selbstentleibungen. Der Anlaß zu die-sem Verbrechen ist sehr verschieden; am haüfigsten liegt ihm Geisteskrank-heit zum Grunde; demnächst kommen: haüsliche Zwietracht, körperlicheLeiden, Armuth und Verarmung. Viele Selbstentleibungen haben auchden unmäßigen Genuß des Weins und der starken Getränke zur Ursache.

6. Blicke auf die politische Geschichte Frankreichs.

Im Jahre 843 schloßen Karl's des Großen Enkel zu Derdun einenVertrag, vermöge dessen der lange Kampf ihrer Vater um die Herrschaftgeschlichtet, und das weite Frankenreich, welches der Großvater gestiftethatte, getheilt wurde. Karl der Kahle erhielt Westfranken, das, mitAusnahme Aqnitaniens, vom Meere bis an die Schelde, die Maas,Saone und den Rhone reichte, und aus dem nach und nach das heütigeFrankreich entstanden ist. Während die Nachkommen Karls des Großennur noch ungefähr hundert Jahre nach dem Tode ihres Ahns in Deutsch-land herrschten, dauerte ihre Macht in Frankreich fast zwei Jahrhundertefort, denn der letzte der Karolinger, Ludwig V., der Faule genannt,starb 987. Aber die Kraft, welche den großen Karl ausgezeichnet hatte,vererbte sich nicht auf sein Haus; die Regierung Frankreichs sank schnellzur Schwäche herab, sie war rühmlos und oft verächtlich, und die Herr-schaft der Karolinger ward bald von anarchischem Zwiespalt verschlungen.Die Herzoge, Grafen und Markgrafen (Marquis), welche vom Königeangestellt waren zur Verwaltung der Provinzen, suchten die königlicheGewalt zu untergraben und eigneten sich die Macht an in den Provin-zen, in denen sie die obersten Beamten waren. Einer von ihnen, HugoKapet, Graf von Paris, erhvb sich beim Tode Ludwigs des Faulen widerdsssen Oheim, den Herzog Karl von Lotharingen. Indem er Blanca,

Wittwe Ludwigs V., heirathete, usurpirte er die Kvnigswürde, die^ach und nach von den übrigen Statthaltern, die Lehensträger der Kronegeworden waren, anerkannt wurde, durch Bewilligungen, die er ihnenwachte, oder durch Versprechungen in Aussicht stellte. Eben so geschahes auch von der Geistlichkeit und den Mönchen, zu deren Gunsten erauf die Abteien St. Denis und St. Germain Verzicht leistete. Also

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