154
Eüropäisches Staatensystem.
blühen Batist-, Linon-, Gaze-, Shawl-, Spitzen- und Kattunfabriken.College, Handels-, Zeichen- und Gewerbeschulen; Gesellschaft der Wis-senschaften und des Ackerbaus. Im Jahre 1828 besaß St. Quentinschon sechs artesische Brunnen. — *Vervins, St. am Vilpion, 113«über dem Meere; 2571 I. Leinweberei und Battisthandel; College. —» Chateau-Thierry, St. an der Marne, 41« hoch; 4761 I. Schloß;Leinwand und Sergefabriken, Gärbereien, Weinhandel; Mineralquellen.Lafontaine wurde hier geboren 1601. — La Fere, St. und Festung ander Oise, 2600 I. Artillerieschule, die älteste in Frankreich, Zeüghaus.La Fertv-Milon, kl. hübsche St. am Ourcq, mit einem schonen Hospi-tal und einer ziemlich ansehnlichen Bibliothek; Nacine's Geburtsort.Andere kleine Städte sind: Craonne; Montcornet am Hurtaul,Sergefabr.; Rvzoy, an der Scrre, Korbflcchterei; Marke, an derSerre; Crecy sur Serre; Crespy en Laonnais; Chauny, an derOise, 3500 I., die ansehnlichen Handel treiben; Coucy-le-Chateau,Mineralquelle; Coiucy; Fere-en-Tardenvis, am Ourcq, Getreide-und Holzhandel; Villcrs-Coterets, 2400 I-, Kohlenhandel; Vic-sur-Äisne; Vailly; Braine, an der Vcsle; Le Catelet, an derSchelde; Nibemont, an der Oise; Guise, an der Oise; Aubentvn,am Aube und Ton, Garnspinnerci. Unter den Flecken ist das hochgele-gene La Ca pelle, an der uördl. Gränze, zu bemerken, vor allen aberSaint-Gobain, das durch seine Spiegelmanufaktur berühmt ist, woim Jahre 1834 ein Spiegel von 150 Fuß Länge und 98 Fuß Breite,der größte, der jemals cz-istirt hat, gemacht wurde. Folembray undPrvmontre sind Dörfer, wo große Glashütten in Betrieb stehen; aufersterer werden jährlich 3 Millionen Flaschen verfertigt.
3. Departement des A-Uier.
In der Mitte des Landes, am nördlichen Gehänge und Fuß vonHochfrankreich, gränzt gegen N. an Nievre und Eher, gegen W. anCrcnze, gegen S. an Pup-de-Dvme, so wie gegen O. au Loire und Saone-und-Loire, und bildet einen Theil der vormaligen Provinz Bourbonnais.Etwa der vierte Theil des Departements gehört noch dem Gebirgs- undBcrglande an. Ackerbau 467,613; Wiesen 69,750.^; Weinberge 17,975;Waldung 63,827.5s; Obst-rc. Gärten 5056.^; Erlengebüsch 518.-i; Hei-deland rc. 28,714.^; Teiche 5969, 55 ; schiffbare Kanäle 218.«,; Baulich-keiten 3ü72.vg>- überhaupt bcsteücrte Grundfläche 662,716.i, unbesteücrte61,265.gi, zusammen 523,981.g, Hectaren.
---Moulins, Lat. 46° 3t' 4" N., Long. 0 ° 59' 40" O., St. amrechten User des Allier, über den hier eine schone Brücke führt, vormalsdie Hauptstadt des Bourbonnais; bemerkenswert!) sind das neüe Stadt-haus, die Kavallerie-Kaserne, und das Mausoleum Heinrichs von Mont-morency, den Richelieu in Toulouse hinrichten ließ; 15,231 I., die nichtunbedeütenden Kohlen-, Holz- und Eisenhandcl treiben, während dieMesserfabrikcn, die sonst außerordentlich blühten, herabgekvmmen sind.Moulins ist der Sitz eines Bischofs, und es giebt hier ein königl. Col-lege, ein Priester-Seminar und eine Gesellschaft für die Verbreitung derlandwirthschaftl. Gewerbe, der Künste und Wissenschaften, so wie eine