156
Europäisches Staatensystem.
der Lape, 300 tz; über dem Meere, 3022 I., Wein-, Öl- und Seiden-bau. — * Barcclouette, St. an der Ubaye, hoch in den Alpen gele-gen, 582< über dem Meere, in wcidcreicher Gegend, wo bcträcbtlicheViehzucht getrieben wird; 2154 I., die vornehmlich Viehhandel treiben;Colloge, Ackerbaugesellschaft. — * Castellane, St. am Verdon, 2069 I.Tuchmacherei, Woll- und Obsthandel. — Niez, St. an der Colosire,3000 I., blühender Ackerbau; einige Überreste römischer Bauwerke. Ma-nosque, St. in einem kleinen Seitenthal der Durance, sehr gewerb-reicher Ort, 5700 I., Obst-, Garten-, Wein- und Seidenbau, berühmtwegen seiner Trüffeln; Handelsgericht, Cvllvge. Bergsturz im Jahre1703. Nicht weit von dieser Stadt das Dorf Greoup mit warmenBädern. Colmars, feste Stadt am Verdon, 1100 I.; intermittircudeQuelle, die von 7 zu 7 Minuten fließt. Entrevaux, kl. feste Stadt,am Var, an der Gränze Italiens. Andere kl. Städte sind: Moustiers,wo eine Porzellanfabr. besteht; Mezel, an der Asse; Sepnc, an derManche; Alles am Verdon; Arnot, am Var, befestigt; Sencz, ander Affe; und Rcillane. Unter den bemcrkenswerthen Dörfern sindzu nennen: Peyruis, wo eine landwirthschaftliche Musteranstalt besteht,und Cerestc, mit einer alten Brücke und einem alten Thurm, derenErbauung dem Cäsar zugeschrieben wird.
5. Departement der Hautes-Äipes (Hohen Alpen).
Ebenfalls im südöstlichen Frankreich, gränzt gegen S. an das vorigeDepartement, gegen W. an Drome, gegen NW. an Jsdre und gegenN. und O. an das Königreich Sardinien. Außer einem kleinen Theileder Provence besteht dies Departement aus dem südöstlichen Gebiet desDauphin«, und durchaus aus Gebirgsland. Fast die Hälfte seiner Bo-denfläche (252,000 Hect.) ist unfruchtbarer steriler Fclsenbodcn. Acker-land 97,484; Wiesen 23,636; Weinberge 5S0l; Waldboden 77,226;Obst- rc. Gärten 506; Erlen- rc. Gebüsch 480; Heideland 220,458;Teiche 23; Baulichkeiten 680; ganzer steuerpflichtiger Boden 426,394;unbesieüerter 126.870; zusammen 553,264 Hectaren.
-»Gap, Lat. 44° 33' 37" N., Leng. 3° 44' 47" O., schlecht gebauteSt. an der Luce; Bischofssitz, Kathedrale, Mausoleum von Lcsdignisrcs;College, Ackcrbaugesellschaft mit einem Museum von Alpcnproduktcn undeinem Antikcukabinet; 7854 I., die etwas Woll- und Seidenwebereitreiben. In der Nähe der kleine See Pelhvticrs mit einer schwimmendenInsel, die zitternde genannt. — »Brianyon, kl. Stadt unsern derQuelle der Durance, sehr starke, uneinnehmbare Gränzfestnng gegen dasKönigreich Sardinien, die am höchsten gelegene Festung, und nächst demHospitieren auf dem St. Bernhard der höchste beständig bewohnte Ort inEäropa, 1229? über dem Meere (im Fort de l'Jnfernet). Brianyon hat3455 I., die einen lebhafte» Trausitohandel auf der großen, über denMont-Genvvre führenden italiänischen Hauptstraße treiben, auch mit Kreideund dem sogenannten Manna von Brianyon handeln. — »Embrun,feste, gut gebaute Stadt am rechten Ufer der Durance, früher der Sitzeines Erzbischofs, dessen Palast, so wie die Kathedrale, Erwähnung ver-dienen. 3>69 I. Leder- und Hutfabr.; Collvze, Arbeitshaus. In den