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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

sein, eine Beschreibung dieser Stadt zu geben, die eine kleine Welt fürsich bildet, deren vollständige Schilderung mehr als Einen Band füllenwürde;,— daher nur einige Andcütungen.

Paris, zu beiden Seiten des Seine-Flusses gelegen, hat in seinerUmschlicßungsmauer (Dneeinto) einen Umfang von 12,364 Toisen odermehr als 3 deutschen Meilen. Einige fünfzig, zum Theil prachtvoll ge-baute Thore (Barrieren) führen in's Innere der Stadt. Innerhalb die-ser Barrieren hat Paris einen Flächeninhalt von 343,958 Hectaren.Paris besteht eigentlich aus der Stadt (la Ville) nördlich von der Seine,der Altstadt (In Site) auf der gleichnamigen Seine-Insel, der Universität(Is latia) südlich von der Seine, und aus 14 innerhalb der Um-fangsmauer gelegenen Vorstädten 8-ünt-^iitoine, äu Pempls, 8t. 1-aurent,8t. Martin, 8t. vsnis, 8t. I-a^sre, Montmartre, 8t. Monore, 8t. Ller-main, Heule, kiolletieu, 8. Mareeau, ,'c. Es zerfällt indeß der poli-tischen Eintheilung nach, in 12 Arrondissements, deren jedes 4 Quartierein sich faßt. Jedes Arrondissemeut bildet zugleich ein Friedensgerichtund hat einen Maire nebst zwei Adjunkten. Man zählt jetzt über 1109Straßen in Paris, von denen jedoch mehrere der größeren auch mehrwie einen Namen führen. Außer diesen giebt es noch viele Gäßchcn,Straßendurchgange, Sackgassen und Kreüzwege, und 76 öffentliche Plätze,so wie 22 Boulevards, schöne Promenaden rings um die Stadt, sowohlinnerhalb als auch außerhalb der Ringmauer. Die Zahl der Haüserbelaüft sich auf 28,vüü; Paläste giebt es 8, große Privathotels S6V,Kirchen 125, Nonnenklöster und religiöse Innungen 38. Unter denKirchen nimmt die Kathedrale Notre-Dame die erste Stelle ein; demnächstmögen angeführt werden: Saint-Sulpice, Saint-Roch, Saint-Germain-l'Aurerrois, Saint-Eustache, Saint-Laurent, Madeleine, Saint-Merry,Sainte-Marguerite, Saint-Gervais, Saiut-Germain-des-Prss, die ältesteKirche von Paris, schon 558 geweiht, Samt - Eticnne du Mvnt, undmehrere andere, von denen noch insbesondere die Basilika Sainte-Gcne-viove, oder das Pantheon, genannt werden muß. Unter den Pallästengebührt dem königlichen Restdenzschloß der Tuilerien der erste Platz. So-dann gehören zu den Prachtgebaüden dieser Art: das Louvre, der PallastElysve-Bourbon, der Pallast Luxembourg, in welchem die Pairs ihreSitzungen halten, der Pallast der Deputirtenkammer, der eigentlich nurein Zubehör des Pallastes Bourbon ist; sodann das Palais-Noyal, derJustizpallast, der erzbischöfliche Pallast, das Nathhaus (Hötol-äo-ViUo),die Börse, das Jnvalidenhaus, die Militairschule, die Münze, und nocheinige andere. Paris ist reich an Triumphbögen, Obelisken, öffentliche«Bildsaülen; dahin gehören: die Portes Saint-Denis, Saint-Martin, derTriumphbogen de l'Etoile, der auf dem Carousselplatz, die Triumphsaüleauf dem Vcndümc-Platz, die Lurorsaüle, u. s. w. Zu den öffentliche«Gärten und Promenaden gehören : der Tuileriengarten, der Jardi« b«Lupembourg, der Jardin des Plantes (botanische Garten), die clysäisehe"Felder, die Boulevards, die öffentlichen Kaffecgärtcn, und vor den Bar-rieren das Bois de Boulvgne und das Bois de Vinccnneö. Sechszeh"Brücken führen über die Seine; darunter ist die Brücke Notre-Dame d>eälteste in Paris und der Pont-Neuf eine der schönsten Brücken in E«-