Frankreich.
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ropa. Für einen Ort von so großer Ausdehnung, wie Paris, ist dieVersorgung mit Trinkwasser von der höchsten Wichtigkeit. Es dienenhierzu besonders vier Wasserleitungen, und der banal de l'Ourcq, wo-durch eine große Menge öffentlicher Brunnen gespeist werden, unterdenen viele durch Prachtbau sich auszeichnen, so die Fontaines du Manchedes Jnnocens, de Bondi, du Palmier rc. Von den öffentlichen Plätzenist das Champ de Mars der größte; andere große Plätze sind: Place dela Concorde, Place des Victoires, Place Vendomc, Place du Carousscl,Place Royale, und der Grövc-Platz; a» mehrere dieser Plätze knüpfensich Erinnerungen an Vorgänge, die welthistorisch sind. Auf dem Platzder Eintracht (!) starb Ludwig XVI. und die Königin Marie Antoinctte,seine Gemahlin, auf dem Schaffot. Unter den Gottesackern zeichnet sichder Kirchhof des Pore-la-Chaise ganz besonders aus. Eine der vielenMerkwürdigkeiten, welche Paris auszuweisen hat, sind die Katakomben,ehemalige Steinbrüche, die unter einem Theile der Hauptstadt fortlaufen,und in denen die, aus alten Kirchhöfen und aufgehobenen Kirchen cnt-»ommcnen Gebeine seit etwa einem halben Jahrhundert aufgeschichtetworden sind. Das leicht bewegte Gemüth der Franzosen ist für Wohl-thätigkeit sehr empfänglich, daher möchte auch an Hospitälern, Krankcn-und Wohlthätigkeits-Anstalten vielleicht, nächst London, kein Ort in derWelt so zahlreiche und gut eingerichtete auszuweisen haben, als Paris.An ihrer Spitze steht das Hotel-Dicu, sodann das Hospital St. Louis,das Blindenhospital der Quinze - Vingts, das Findelhaus, Waisenhaus,Bicstre, u. s. w., u. s. w. Von den Gefängnissen, die Paris besitzt,sind die Conciergerie, das Hotel de la Force, und Sainte - Pelagie die-jenigen, welche in der Geschichte Frankreichs eine Rolle spielen. — Paris,der Sitz der Gelehrsamkeit und des Kunstgeschmacks, der Mittelpunktder geistigen Kultur Frankreichs, besitzt, außer der schon früher erwähn-en großen und einzigen Königlichen Bibliothek (kikstiotsiegnv äu k»i)kine große Menge anderer Büchersammlungen, die dem öffentlichen Ge-brciucl' mehr oder minder zugänglich sind; so die Bibliothek des Arsenals,^stazarinc, die Stadtbibliothek, die Bibliothek St. Gencviöve, des Jar-in des Plantes, der Sternwarte, der Arzneischule; die Privatbibliothek°es Königs, die Bibliothek des Instituts, des Cassationshofes, deS Jn-^lidenhauses, der Pairs- und der Deputirtenkammer, die Bibliotheken.sk verschiedenen Ministerien, der polytechnischen, der Bergwerksschule,'k Kriegs- und die Marine-Bibliotheken, u. s. w., u. s. w. Unter den^"»stsammlungen steht das königl. Museum im Louvre oben an; es zer-,'n fünf Abtheilungen: Museum der Antiken; Museum Angvulöme,"'kmäler aus dem l6ten und I7tcn Jahrhundert enthaltend; Gemäldc-. ueric; Museum Karl X-, seit 1827; und das Marine-Museum, Mv-n >e von Schiffen und allen auf das Seewesen Bezug habenden Maschi-lcb' enthaltend. Im Louvre findet die jährliche Ausstellung der WerkeKünstler Statt. Andere Kunstsammlungen sind das Muscnms^^bmirg, die Bildergallerien im Palais-Rvyal und im Palais Ely-H ^ourbon; das Medaillen- und Antikenkabinet im Gebaüde der königl.b.wuvthck, das Knpferstich-Kabinet ebendaselbst; das naturhistorische Ka°wt ,'m Pflanzengarten; viele Privatsammlungcn. An der Spitze der