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Europäisches Staatenfystem.
Unterrichts- und Bildungsanstaltcn steht die berühmte Akademie oder Uni-versität mit fünf Fakultäten, svdann kommen die fünf königl. Collegicnoder Gymnasien: Lvuis-lc-Grand, Henri IV. , Bourbon, Charlemagneund Saint-Lvuis, ^und das berühmte College Roya! de France, eine Uni-versität im Kleinen, mit Ausschluß der theologischen und juridischen Stu-dien. Ferner die Akademie der schönen Künste, zwei Zcichenschulcn, eineGesangschule, eine Mosaikschnle, die polytechnische und die Schule fürLand- und Wasserbau, die Bergbauschule, das Gewerbe-Institut, dieSchule für die lebenden Sprachen des Morgenlandes, die archäologischeund die Urkundcnschule, die Schule für Musik und Deklamation, dasTaubstummen- und das Blinden-Institut, die Thierarznci- Schule zuAlfort, eine halbe Stunde von der Hauptstadt entfernt. Die Zahl derGelehrten- oder wissenschaftlichen Gesellschaften und Vereine ist sehr an-sehnlich; oben an steht das königl. Institut von Frankreich, welches in4 Klassen zerfällt: Akademie der Wissenschaften; französische Akademie,für die Kultur der französischen Sprache und Literatur bestimmt; Aka-demie der Inschriften und schönen Wissenschaften; Akademie der Künste.Außerdem erwähnen wir: das Längen-Büreau, die königl. akademischeGesellschaft der Wissenschaften und Künste, die kvnigl. Gesellschaft derMedicin, die des Ackerbaus, die des National-Gewerbfleißcs, die asia-tische, die geographische Gesellschaft, u. s. w., u. s. w. — Paris, wel-ches beim Ausbruch der Revolution 1789 über '/z Million Inwohnerzählte, war im Jahr 1836 von 909,126 Menschen bewohnt. Im Jahre1835 wurden daselbst 39,320 Kinder geboren, 15,003 Knaben und 14,317Mädchen, 19,361 eheliche und 9959 uneheliche Kinder; während dieZahl der Todesfälle 24,524 betrug, 12,328 männlichen, 12,196 wcib-^ lichen Geschlechts; Ehen wurden 7898 geschlossen. Gegen das Ende desvorigen Jahrhunderts hatte Lavoisicr aus den Angaben für die Jahre1787 — 89 berechnet, daß im Durchschnitte jeder Bewohner von Parisjährlich 174 Pfund Nahrungsmittel aller Art, 120 Flaschen Wein und4 Flaschen Branntwein verbrauche, und eine Fuhre Holz verbrenne. DirEingangszölle betrugen damals 30 Millionen Fr.; man bezahlte durch-schnittlich 10 Fr. 35 Cent. Steüer für jedes Stück Vieh, 22 Fr. für denHectvliter Wein, und die Bevölkerung von Paris betrug 524,000 Seelen-Dreißig Jahre später, 1817, verbesserte Chatcauneuf nach seinen, ausden Zollregistern entnommenen Ergebnissen die Berechnungen Lavvisters-Er fand, daß auf jeden Pariser nur 149 Pfund Nahrungsmittel, 1t^Flaschen Wein und '/? Fuhre Holz kamen. Die Eingangssteücr für jedesStück Vieh betrug im Durchschnitt 17^/s Fr., für den Hectolitcr Wri»28 Fr., und die Bevölkerung war auf 716,000 Seelen gestiegen. Neuer-dings, 1838, hat Millot eine ähnliche Berechnung gemacht, und daraufdas merkwürdige Resultat gefunden, daß die Consumtion in Paris >'>>der Zunahme der Bevölkerung abnimmt. Der Verbrauch von Fleisch uhWein hat gegen 1789 sich vcrhältnißmäßig sehr vermindert, undBrod-Consumtivn wenigstens nicht zugenommen; dagegen ist der 2>c>'brauch der weniger nahrhaften Speisen, wie Pökelfleisch, Schweinefieiin)'Butter und Hülscnfrüchte, gestiegen. Keine Stadt in ganz Frankreichso gewcrbfleißig als die Hauptstadt, nirgends in der Welt findet c>n