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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Europäisches Staatenfystem.

Unterrichts- und Bildungsanstaltcn steht die berühmte Akademie oder Uni-versität mit fünf Fakultäten, svdann kommen die fünf königl. Collegicnoder Gymnasien: Lvuis-lc-Grand, Henri IV. , Bourbon, Charlemagneund Saint-Lvuis, ^und das berühmte College Roya! de France, eine Uni-versität im Kleinen, mit Ausschluß der theologischen und juridischen Stu-dien. Ferner die Akademie der schönen Künste, zwei Zcichenschulcn, eineGesangschule, eine Mosaikschnle, die polytechnische und die Schule fürLand- und Wasserbau, die Bergbauschule, das Gewerbe-Institut, dieSchule für die lebenden Sprachen des Morgenlandes, die archäologischeund die Urkundcnschule, die Schule für Musik und Deklamation, dasTaubstummen- und das Blinden-Institut, die Thierarznci- Schule zuAlfort, eine halbe Stunde von der Hauptstadt entfernt. Die Zahl derGelehrten- oder wissenschaftlichen Gesellschaften und Vereine ist sehr an-sehnlich; oben an steht das königl. Institut von Frankreich, welches in4 Klassen zerfällt: Akademie der Wissenschaften; französische Akademie,für die Kultur der französischen Sprache und Literatur bestimmt; Aka-demie der Inschriften und schönen Wissenschaften; Akademie der Künste.Außerdem erwähnen wir: das Längen-Büreau, die königl. akademischeGesellschaft der Wissenschaften und Künste, die kvnigl. Gesellschaft derMedicin, die des Ackerbaus, die des National-Gewerbfleißcs, die asia-tische, die geographische Gesellschaft, u. s. w., u. s. w. — Paris, wel-ches beim Ausbruch der Revolution 1789 über '/z Million Inwohnerzählte, war im Jahr 1836 von 909,126 Menschen bewohnt. Im Jahre1835 wurden daselbst 39,320 Kinder geboren, 15,003 Knaben und 14,317Mädchen, 19,361 eheliche und 9959 uneheliche Kinder; während dieZahl der Todesfälle 24,524 betrug, 12,328 männlichen, 12,196 wcib-^ lichen Geschlechts; Ehen wurden 7898 geschlossen. Gegen das Ende desvorigen Jahrhunderts hatte Lavoisicr aus den Angaben für die Jahre1787 — 89 berechnet, daß im Durchschnitte jeder Bewohner von Parisjährlich 174 Pfund Nahrungsmittel aller Art, 120 Flaschen Wein und4 Flaschen Branntwein verbrauche, und eine Fuhre Holz verbrenne. DirEingangszölle betrugen damals 30 Millionen Fr.; man bezahlte durch-schnittlich 10 Fr. 35 Cent. Steüer für jedes Stück Vieh, 22 Fr. für denHectvliter Wein, und die Bevölkerung von Paris betrug 524,000 Seelen-Dreißig Jahre später, 1817, verbesserte Chatcauneuf nach seinen, ausden Zollregistern entnommenen Ergebnissen die Berechnungen Lavvisters-Er fand, daß auf jeden Pariser nur 149 Pfund Nahrungsmittel, 1t^Flaschen Wein und '/? Fuhre Holz kamen. Die Eingangssteücr für jedesStück Vieh betrug im Durchschnitt 17^/s Fr., für den Hectolitcr Wri»28 Fr., und die Bevölkerung war auf 716,000 Seelen gestiegen. Neuer-dings, 1838, hat Millot eine ähnliche Berechnung gemacht, und daraufdas merkwürdige Resultat gefunden, daß die Consumtion in Paris >'>>der Zunahme der Bevölkerung abnimmt. Der Verbrauch von Fleisch uhWein hat gegen 1789 sich vcrhältnißmäßig sehr vermindert, undBrod-Consumtivn wenigstens nicht zugenommen; dagegen ist der 2>c>'brauch der weniger nahrhaften Speisen, wie Pökelfleisch, Schweinefieiin)'Butter und Hülscnfrüchte, gestiegen. Keine Stadt in ganz Frankreichso gewcrbfleißig als die Hauptstadt, nirgends in der Welt findet c>n