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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches' Staatensystem.

Gestält, in der Richtung von SSO. nach NNW. 16 Lieues lang, miteinem sehr zackigen Umriß, der 45 Lieues mißt, wobei die zahlreichenVorgebirge, welche zuweilen 2 bis 3 Lieues weit vorspringen, nichtmitgerechnet sind. Man giebt der Insel einen Flächeninhalt von 67,513Acker (enrre« ä« terrv), deren jeder sich zum französischen Morgen (g.r-xenck st« pari«) verhält, wie 1225 zu 484. Die Insel ist durchaus ge-birgig, von einer vulkanischen Bergkette durchzogen, aus der drei Gipfelganz besonders hervorragen: der Piton du Vanclain, im südlichen Theilder Insel, der Carbet, ungefähr in der Mitte 619« hoch, und der Pelee,mit einer großen Svlfatara, auf der Nordwestspihe, 663« hoch (vergl.Bd. II., S. 759). Zahlreiche Gicßbächc stürzen vvn den Bergen herab,und schwellen in der Regenzeit zu gewaltigen Wassern an. Die Mineral-quellen, deren es viele giebt, sind, bei dem vulkanischen Karaktcr desLandes, fast sämmtlich Thermen. Innerhalb der Tropen gelegen, nimmtMartinique Theil an dem Klima und dem Witterungswechsel der heißenZone. Die aüßersten Punkte, zwischen denen sich die Temperatur bewegt,sind 21° und 32° Cent.; doch steigt das Therometer zuweilen, doch selten,auch auf 33°^ im Schatten und um die Mittagszeit. UndurchdringlicheUrwälder und Savannen bedecken das Gebirge und seine Abhänge, undnur längs der Meeresküste, auf einer durchschnittlichen Breite von einerStunde Weges ist die Insel angebaut, deren fruchtbarer Boden die ge-wöhnlichen Kolouialprvdukte, Zucker, Kaffee, Kakao, Baumwolle undTaback liefert. Von der Gesammtoberfiäche der Insel ist ungefähr derdritte Theil angebaut. Es sind nämlich 23,792 Acker unter Kultur, unddavon die große Hälfte, mit 12,727 Acker, dem Bau des Zuckerrohrsgewidmet; der Kaffeebau wird auf 3000 Ackern getrieben, wichtig ist dieKultur der Spezereicn, die in netterer Zeit einen großen Umfang ge-wonnen hat. — Martinique ist in 27 Kirchspiele und in vier Bezirkeeingetheilt, die im Jahre 1820 die nachstehend aufgeführte Bevölkerunghatten:

Arrvndiffement.

Kirchspiele.

Weiße.

Freie Farbige.

Sklaven.

Überhaupt.

Fort Royal...

8

2,788

3,828

22,888

29,504

La Marin....

6

974

1,169

11,764

13,907

La TrinitF .. .

7

2,306

2,393

20,616

25,315

St. Pierre ...

6

3,799

3,683

22,071

29,553

Zusammen. .

27

9,867

11,073

77,339

101,281

Wie groß

die Volksmenge in

netterer Zeit gewesen ist,

das wollen

wir weiter unten summarisch zusammenstellen. — Die Hauptstadt derInsel Martinique ist die Stadt des Fort-Noyal, die, auf der West-seite, an einer tiefen Meeresbucht, in Lat. 14° 35^ 49" N., Long. 63°26^ W. gelegen ist. Sie ist 1672 gegründet, ziemlich gut gebaut, mitansehnlichen Gebäuden, und einem der besten Häfen der Antillen, dervon dem auf einer Landzunge liegenden Fort vertheidigt wird; 9200 3-

— La Trinite, St. und Hafen auf der Ostseite der Insel, 3746 3-

— St. Pierre, eine der bedeütendsten Städte auf den Antillen, ander Westküste; sie ist früher als Fort-Royal gegründet, nämlich im Jahre1635 bei der ersten Kolonisation der Insel, die in diesem Jahre durch