Frankreich. — Kolonien.
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den Franzosen Denambue Statt fand; St. Pierre zerfällt in die Stadtund daö Fort, welche zusammen 17,75V I. zählen, die hauptsächlich denHandel Martinque's mit den übrigen Antillen unterhalten. — Lama»,tin, im Bezirk Fort-Royal, und Le Marin, Hauptort des gleichna-migen Arrvndissements, sind Flecken, von denen jener 830V I. zählt,die einen lebhaften Detailhandel treiben.
2) La Guadeloupe, eine der bedeütcudsten und blühendstenunter den kleinen Antillen, liegt zwischen den Parallelen von 15° 5S'/,<und 16° 4G N., und zwischen den Meridianen von 63" 2<si und 64°
W. Paris, 25 Neues von Martinqne, 8 L. von Antigua und 3« L.von St. Christoph oder St. KittS. Guadeloupe ist durch einen schmalen,l'/r L. langen Meerarm, welcher Salzfluß genannt wird, in zwei Inselngetheilt, von denen die größere, auf der Westseite des gedachten Kanals,eigentlich Guadeloupe, oder auch Basse-Terre, die kleinere oder östlichedagegen, Grande-Terre genannt wird. Beide zusammen genommen, haben80 Neues im Umfang, der, außer jener Spaltung, ziemlich regelmäßigist, und nicht die ausgezackten Küstenformen zeigt, welche bei Martinqnewahrgenommen werden. Durch die Mitte von Basse-Terre zieht, vonS. nach N., eine bewaldete Gebirgskette, die sich zu einer mittlerenHöhe von 5ü6< erhebt, und zur langen Reihe der Antillcn-Bnlkane ge-hört (vergl. H. Bd., S. 758, 759). Auf ihrem Scheitelrücken steht derDoppelgipfel der Svlfatara, eines Kraters, welcher beständig Rauch undzuweilen auch Flammen anSstößt. Südlich vorn Gipfel ist ein zweiter,kleinerer Krater, der dieselben Phänomen darbietet, und unterhalb dessel-ben sind Höhlen und drei Mare, welche Schwefeldämpfe aushauchen.Die Höhe der Svnffrisre läßt sich zu 8vvr annehmen. Ganz verschiedenvon Basse-Terre ist Grande-Terre; dieser Theil von Guadeloupe ist ganzflach, oder doch nur von unerheblichen Hügeln durchzogen. Kalkstein istdie vorherrschende Gebirgsart, Waldlosigkeit der vegetative Karakter; da-her wird auch Grande-Terre nicht so vom Regen getränkt, als Basse-Terre mit seinem hohen Waldgebirge. Klima und Produkte sind aufGuadeloupe dieselben, wie auf Martinique. Im Jahre 1822 hatteGuadeloupe 91,936 Inwohner (darunter 16,286 Weiße, 7,656 freieFarbige und 74,660 Sklaven), also eine geringere Bevölkerung, alsMartinique; doch hat sie sich, wie wir weiter unten sehen werden, inUeüerer Zeit über die der Schwesterinsel erhoben. Guadeloupe ist zehn Jahre^'üher, als Martinique, kolvnisirt worden, nämlich im Jahre 1625durch zwei Franzosen, Namens Lolive und Duplessis. — Die Hauptstadtvon Guadeloupe heißt Basse-Terre, die unsern der S. Spitze der^nselhälfte gleichen Namens liegt. Sie hat 4866 I. Volkreicher ist^o in t-ü-P i tre, St. auf Grande-Terre, mit 6620 I. Überhauptsind die Ortschaften in diesem Theil von Guadeloupe bevölkerter, als auf^assc-Terre; beide Jnselhälften haben 26 Gemeinden; darunter auf Grande»Terre: Petit-Canal 6460 I., Ste Anne 6160 I., Moule 8656 I. Be-werkenswerth ist es, daß sich auf Guadeloupe noch ein kleines Haüfchener Urbevölkevölkcrung der Antillen erhalten hat: an der Bucht Petit-siort-Land leben etwa 7 oder 8 Familien von Nachkommen der Caribcn,2er einzige Überrest dieses Volkes auf den Antillen.