Frankreich« — Kolonien.
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die Gränze mit Brasilien bildet, in Lat 4° N., Long. 53^° W., biszum Ausfluß der Maroni, welcher Französisch - Guiana vom holländischenAntheile absondert, in Lat. 5° 50' N., Long. 5674 ° W. Paris. Die süd-lichen Gränzen der Kolonie, gegen das Innere, sind unbestimmt; dahin-wärts kennt man wenig oder nichts von der Beschaffenheit und dem Zu-stande des Landes, welches sich in dieser Richtung zu Gebirgen erhebt.Zahlreiche Flüsse kommen von denselben herab und ergießen sich, meistnach unbekanntem Laufe in's Meer. Die wichtigsten darunter sind, vonO. nach W. gezählt: der Oyapok, der Apronague, der Mabury, der Flußvon Cayenne, der Macuria, der Kurvn, der Sinnamari, der Jracubo, derMana und der Maroni. Die Mündungen aller dieser Flüsse sind mehroder minder von Schlammbänkcn verstopft und daher für große F-ahrzeügeunzugänglich; die einzige, welche am wenigsten an diesem allgemeinenÜbel der Guiana-Flüsse leidet, ist die Mündung des Cayenne-Flusses, da-her hier auch die Hauptstadt der Kolonie, Cayenne, auf einer Insel,in Lat. 4° 56' N., Long. 54° 29' W., bestehend aus der Alt- und Neu-stadt. Aber auch dieser Hafen verschlammt von Jahr zu Jahr immermehr. Die vvrhcrgenannten Flüsse können auch nicht im Innern beschifftwerden, denn zahlreiche Wasserfälle unterbrechen ihren Lauf; Guiana dachtsich in eben so vielen Terrassen ganz allmälig gegen das Meer ab. Darumsieht man an der ganz flachen Küste keine, oder doch nur sehr wenigeErhebungen von einiger Bedeütung, es sind nur geringe Höhen, die Ter-rcs Hautes genannt, welche bald als bewaldete Hügel, bald als niedrige,wasserlose Plateaus auftreten, während die Flußufer und der Küstensaumdie Terres Basses bilden, wo die Kultur der Tropengewächse, besondersdes Zuckers, der Baumwolle, und der aus Ostindien hierher verpflanztenSpezereien-Pflanzen, der Muskatnuß, des Pfeffers, des Aimmts und derGewürznelke, in einigen Gegenden mit Erfolg betrieben wird. Die inFranzösisch-Guiana unter Kultur stehende Gcsammtgrundfläche beschränktsich indeß auf etwa 7800 Hectaren, oder 17 - d. Geviertmeile. Mehrerekleine Eilande erstrecken sich längs der Küste, die, wegen der gefahrvollenSchifffahrt, zwischen Cayenne und der Maroni-Mündung, die Teufelsküstegenannt wird. Um das Jahr 1820 belief sich die Bevölkerung der Ko-lonie auf 1025 Weiße, 1982 freie Farbige und 13,200 Sklaven; seitdemist sie gestiegen, wie die weiter unten folgende Populations-Tabellc näherNachweiset. Die inheimischen Völkerschaften haben an Zahl sehr abge-kommen, es gab sonst 27 verschiedene Stämme, welche mindestens 25,000^vpfc stark waren, jetzt sind sie gewiß auf 10,000 zusammengeschmolzen,'h Folge der Vertilgungskriege, welche sie unter sich führen, und bei denen^ Oyampis bisher die Oberhand behalten haben. Die erste AusiedlungFranzosen an der Küste von Guiana erfolgte im Jahre 1624; einige^anflehte zu Nouen schickten eine kleine Kolonie dahin, welche sich amFlusse Sinnamari niederließ; zehn Jahre später wurde die Stadt Cayenne^gründet. Abgesondert von Cayenne liegt, am Flusse Mana, eine Nie-krlassung; und Versuche, sich, außerhalb des Gebiets der Kolonie, amT^Üensee Mapa, in Lat 2" 15' N., in einer Gegend festzusetzen, welche«ü Brasilien gehört, scheinen den Franzosen nicht gelungen zu sein. Cayennewährend der französischen Revolution eine traurige Berühmtheit da-