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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staakensystem

Die Dependencien vvn Guadeloupe sind: —-s) Les Saintes, eine aus zwei Inseln, zwei kleinern Eilanden(Hots perevs) und einigen Felsen bestehende Gruppe, in Lat. 15 ° 54'36" N., Long. 64° 1' 30" W., drei Lieucs SSO. von der südlichenSpitze von Basse-Tcrre. Von den beiden Inseln heißt die größere, östliche,Terre d'en Haut, oder das Land vor dem Winde, die westliche Terred'en Bas, oder das Land unter dem Winde. Jene erhebt sich in ihremhöchsten Punkte bis zu 161« über die Meercsfläche; sie ist es auch, welchein der ganzen Gruppe am meisten angebaut ist, und die meisten Nieder-lassungen enthält. Bevölkerung: 1159 Seelen, darunter 356 Weiße,94 freie Farbige und 769 Sklaven. Trefflicher Hafen.

k) LaDesirade, Insel, 2 L. NO. von Grande-Tcrre, in Lat.19° 26' N., Long. 63° 23' W. Sie ist 2 Lieucs lang und I L. breit;hoch, mit Spuren eines erloschenen Vulkans. 1235 I., darunter 284Weiße, 31 freie Farbige, 620 Sklaven.

e) Marie-Galante, Insel in- Lat. 16° 46' N., Long. 63° 26'W., 6 und 8 Lieues südöstlich vvn den beiden Jnselhälftcn Guadeloupe's.Diese fruchtbare und sehr ergiebige Insel ist seit 1648, vvn Guadeloupeaus, kolvnisirt. Sie zerfällt in drei Gemeinden oder Kirchspiele, darun-ter le Grand bourg oder Marigot das bedeutendste ist, und hatte imJahre 1822: 11,622 Inwohner, darunter 123 Weiße, 648 freie Farbigeund 9479 Sklaven. — Zwischen dieser und der vvrhcrgenannten Insel,und nur dritthalb Lieues vvn der östlichsten Spitze Guadeloupe's liegenzwei niedrige Eilande, welche Petit-Terre genannt werden. Sie sindnicht angebaut, und werden nur-des Fischfangs wegen besucht.

ä) St. Martin, Insel in Lat. 18° 4' N., Long. 65° 25' W.,45 Lieues NNW. von Guadeloupe. Sie ist 6 Lieues lang, 5 L. breitund hat 18 L. im Umfang, der von tief in's Land dringenden Buchtenzerschnitten ist. St. Martin ist von Bergen, die unmittelbar bis an'sMeer reichen, dicht erfüllt, doch erhebt sich kein Gipfel über 360«. DieseInsel gehört zu Frankreich und zum Königreich der Niederlande, seit1648, wo sich beide Mächte darin theilten. Der französische Antheilumfaßt zwei Drittheile des Ganzen; doch wird die Fischerei, die Jagd,das Färbeholz u. d. m. gemeinschaftlich genutzt. Nur der zwanzigsteTheil der Bevölkerung besteht aus Franzosen und Holländern, "/-« sindEngländer, und die englische Sprache ist die einzige, welche auf der Inselgesprochen wird. Im französischen Antheil lebten im Jahre 1832: 3469Menschen, darunter 357 Weiße, 165 freie Farbige und 2986 Sklaven-Der Bau des Zuckerrohrs macht die Hauptbeschäftigung der Kolonistenaus, unter denen sich das kleine Haüfchen der Franzosen eben nichtdurch Betriebsamkeit auszeichnet. Marigot ist die vornehmste Ortschaftim französischen Antheil von St. Martin.

b) Französisch-Guiana.

Die französischen Niederlassungen in Südamerika gränzen gegen Oste"und Süden au Brasilien, gegen Westen an.Holländisch-Guiana, gegenNorden ist der Atlantische Ocean die Gränze. Die Küstcnlinie hat eineLänge von ungefähr 45 d. Meilen von der Mündung des Oyapvk, der

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