Britisches Reich. — Eüropäische Länder.
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einschließen, bieten kaum Raum für den Pflug; aber was hier der Kulturabgeht, das ersetzen die Naturschönhcitcn dieser steilen, oft senkrechtenBergmassen, die unmuthigen Seen, die reichen Weidcflächen der schmalenThäler, und die prachtvollen Wälder, welche diese Thäler und Seen be-schatten, wodurch die in Rede seienden zwei Grafschaften den Karaktervoralpinischer Wildheit erlangen.
Doch' lassen sich jn diesem Theile von England drei natürliche Ab-schnitte unterscheiden: I) Die schmale Küstenterrassc, an welcher sicheinige wichtige Hafenstellen befinden; 2) das eine isolirte Gruppe bildendekleine Hochland der Seen, welches den größten Theil der Landschaft er-füllt; 3) die schmale, aber an vielen Stellen fruchtbare Ebene auf derOstseite dieses Gebirgs, durch welche die große Ktraße von Carlisle überKendal nach London führt; und 4) auf der Ostseite dieser Ebene die Pe-ninen-Kette, die in der Grafschaft Cumberland ihr nördliches Ende er-reicht, und Verzweigungen nach Durham und Northumberland aussendet,die, namentlich in Durham, zu bedeutenden Höhen anschwellen, in derenInnern der Wear und der Tees entspringen, von denen der zuletzt ge-nannte Fluß den größten Wafferfall in ganz England bildet.
Die Thäler, welche vom südlichen Tyan und dem Tyne, so wie vomEden bewässert werden, machen die natürliche Nvrdgränze von Englandaus. Jenseits dieser Thäler, — von denen das erste gegen das DcütscheMeer, das zweite gegen die Irische See gerichtet ist, — gehören dieBerge Northumberlands zum Systeme der schottischen Gebirge, die hier,auf der Gränze der beiden Königreiche, nach dem höchsten Gipfel, dieCheviot-Berge genannt werden.
Die centralen Gebirge des Seen - Distrikts steigen zu einer mittlernHöhe von 3000 Fuß empor. Hier gehören die Seen Ullswater,.Keswick oder Derwentwater, Wiedermere, Cvniston, Gras-mere, Buttermere, Cromark, Wastdale und Ennendale mitihren bald wilden, bald anmuthigen Umgebungen zu den größten Natur-schönheiten Englands, die der Zngeborne den Seen der Alpen an dieSeite zu setzen pflegt.
Die westlichen Grafschaften Englands, nämlich Chcshire, Shropshire,Hereford und Monmouth, haben eine sehr gemischte Oberflächengestalt,bei der Berg und Thal und weite Ebenen manchfaltig mit einander ab-wechseln. Sie liegen sämmtlich am östlichen Fuße der Gebirge von Wales,deren Verzweigungen in Salop und Monmouth eine Höhe von mehr als1800 Fuß erreichen. An Hereford und Monmouth stoßen gegen Ostendie Grafschaften Worcester und Gloucestcr, die, so wie Shropshire, vondem breiten Thal des in Wales entspringenden Severn - Flusses durch-schnitten werden, Worcester hat auf der Westseite die Mallverc Hills,deren gewellte Umrisse bis gegen 1500 Fuß sich erheben; in Glouaesterfind die Cotswald Hills, die, wenn gleich nicht so hoch, doch einenrauhen, Karakter an sich tragen. Beide Grafschaften sind von schönen,fruchtbaren Thälern zahlreich durchfurcht; ebenso die Grafschaft Somerset,die, südlich an Gloucestcr gränzend, den Anfang des südwestlichen Theilsvon England bildet, welcher von einer großen Menge einzelner Berg-reihen erfüllt ist. Die östlichste derselben sind die Mendip Hills, öde,