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Eüropäisches Staatensystem.
und schwarz von Ansehen, mit tiefen Spalten, mit Höhlen; weiter gegenWesten liegen die Quantock Hills, mit schönen Thälern, hier Coombsgenannt; noch weiter gegen Westen, auf der Gränze zwischen Somersetund Devon, erhebt sich der Exmoor Wald, mit seinem höchsten Gi-pfel, dem Dunkerry Beacon, fast 1700 Fuß über dem Meere.Devonshire ist von niedrigen, breiten und flachen Bergzügen erfüllt, die,von einer Höhe betrachtet, wie eine zusammenhangende, große Flächeaussehen; aber tiefe, enge, spaltenähnliche Thäler oder Coombs, mitsenkrechten Wänden, durchfurchen Liese Bcrgreihen, deren Kulminations-punkte fast 1800 Fuß absolute Höhe erreichen. Eben so äst Cornwallbeschaffen, aber die Berge sind nicht mehr so hoch, als die von Devon,und nehmen an Höhe.ab, je mehr man sich der südwestlichsten Spitzeder Grafschaft und von ganz England, dem Landes-Ende, nähert.
Das ganze Fürstenthum Wales ist ein Bergland, das zwar nichtdie Höhe des Cumberländischen Scheitelpunktes, der Scawfetl Pikes, er-reicht, dafür aber eine größere Masse darbietet. Berge stehen hier nebenBergen, Bergzüge gruppiren sich neben Bergzügen, tiefe Thäler mitschäumenden, tobenden Bergströmen, wechseln mit Abgründen und Ge«birgspforten, die von der Gewalt des Wassers geöffnet worden sind, undin Mitten dieser schauerlichen Scenen wilder Natur hat der thätige Menschden sterilen Boden seiner Herrschaft Unterthan gemacht, zur Kultur derCerealien, zum Wiesenbau, zur Viehzucht. Ganz besonders ist Nord-Wales von dieser Beschaffenheit, und hier wiederum hat Caernarvonshiredie wildeste Natur, wo der Snowdon der Kulminationspunkt desWelschen Gebirgssystemes ist; während Süd-Wales breitere, fruchtbarere,angebautere, volkreichere Thäler besitzt, die sich nicht selten zu weitenEbenen ausdehnen.
Schottland besteht, wie wir schon im vorigen Abschnitt gesehen ha-ben, aus zwei großen und völlig verschiedenen Theilen, den Niederlandenund den Hochlanden, deren Trennung durch das breite Thal des Clydeund die tief, landein dringenden Meerbusen der Friths von Clyde undForth, doch so bewirkt wird, daß auch auf der Nordseite dieser Scheidenoch niedriges Land liegt, welches als die flache, gegen das DeütscheMeer gewendete Küstenterrasse des südlichen Hochlandes anzusehen ist.
Das, was wir bei der natürlichen Eitttheilung Schottlands dassüdliche Niederland genannt haben, besteht in seiner Mitte aus einemPlateau von etwa 1800 bis 2000 Fuß mittlerer Höhe, über dessen all-gemeine Fläche nur stellenweise einzelne Gipfel sich erheben, die höchstenin der Grafschaft Peebles bis 2916 Fuß, und die Lowthers in der Graf-schaft Lanark bis 3150 Fuß. Dieses Plateau ist das große südliche Hoch-land von Schottland , das verschiedene seiner Zweige unmittelbar bis ansMeer aussendet, während andere früher enden, und dadurch eine baldbreite, bald schmale Küstenterrasse bilden. Zwar ein Ganzes bildend,besteht das Plateau von Südschottland doch aus mehreren Unterabthei-lungen, von denen die Cheviot-Kette, auf der Gränze von England,die Lowthers, eine steile hohe Kette in Lanark, die Berge von Ettkikund Narrow, Criffel und Cairnsmuir in Galloway, die Lothians,Lammermuir und die Berge von Pentland die bemerkenswerthesten sind.