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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Britisches Reich. — Eüropäische Länder.

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er mußte vvn deütschen Bergleuten wieder in Betrieb gesetzt werden, dieKönigin Elisabeth kommen ließ. Die späteren Bürgerkriege brachten ihnabermals herab; aber mit dem Anfange des I8ten Jahrhunderts griffman ihn mit vollem Eifer an, so daß er zwischen 1720 und 1740 einenjährlichen Ertrag von 2100 Tonnen lieferte. Im letzten Decennium desvorigen Jahrhunderts war er auf 3254 Tonnen gestiegen, und in denJahren 1827 und 1828 sehr nahe auf 5000 Tonnen. Im Jahre 1831wurden in den Gruben von Cornwall 79,971, in denen von Devonshireaber 1651, zusammen 81,622 Centner gewonnen; für die neüeste Zeitschätzt man den Ertrag auf 4500 Tonnen, oder 90,000 Centner.

In England find Derbyshire, Cumberland und Northnmberland dieFundgruben von Blei. Der Bau auf dieses Metall ist in Derby amältesten, doch in neüerer Zeit im Abnehmen begriffen; der jährliche Er-trag der dortigen Bleibergwerke wird auf 5000 bis 6000 Tonnen ge-schätzt, während diejenigen, welche auf der Gränze von Cumberland undNorthumberland liegen, 11,000 bis 12,000 Tonnen liefern. Somersetliefert auch etwas Blei, aber die Gruben von F-lint, in der WelschenGrafschaft Caernarvoe, sowie in anderen Gegenden von Nord-Wales,sind zum Theil erschöpft, theils ersoffen; dagegen stehen die schottischenGruben, welche auf dem Scheiberücken zwischen den Grafschaften Dum»fries und Lanark ausgebreitet liegen, im emsigern Betrieb; hier ist Lead-hills, d. h. Blciberge, in Lanark, der Hauptsttz dieses Bergbaues, derauch, weil das Blei silberhaltig ist, auf das edle Metall des Silbersarbeitet. Auf den Hebriven stehen auch einige Bleigruben in Betrieb.Sämmtliche W<-rke Schottlands liefern jährlich 4120 Tonnen, und denErtrag des Silbers schätzt man auf 10,000 Pf. Sterling. Irland end-lich baut in der Grafschaft Wicklow auf Blei. Zm Ganzen läßt sich derBlei-Eetrag der vereinigten Königreiche auf 25,00« Tonnen annehmen.

Von anderen Mineralprodukten werden Galmci in Derbyshire, Lei-sester, Flintshire, zu Wanlockhead und Leadhills in Schottland, zu einemjährlichen Ertrage von 56,000 Ctr.; Blende oder Zinksulphuret in Derby-shire, am besten aber in Flintshire und auf der Insel Man, jährlich^2,000 Ctr. gewonnen. Das älteste und ergiebigste Alaunwerk ist in derNähe von Whitby, in Yorkshirc, demnächst auch ein großes zu HurlettNi Paisley, in der schottischen Grafschaft Neefrew, ferner zu Mvffat in,Durnfries und bei Leadhills in Lanark. Man schätzt den Ertrag auf33,000 Ctr. Vitriol gewinnt man in Cornwall, in verschiedenen Kohlen»gruben Englands, bei Hvlywell in Flintshire, auf der Insel Angtesey3hd in den Bergwerken der irischen Grafschaft Wicklow, mit einem ge-schätzten Gesammtertrage von 50,000 Ctr.

. Das allerwichtigste Mineralprodukt des vereinigten Königreichs ister die Steinkohle; sie ist es, welche Großbritannien an die Spitze der

ndustriellen Welt gestellt hat, der England seinen kommerziellen Reich-tum verdankt. Die großen Niederlagen der Steinkohle in England find.^Grafschaften Northumberland und Durham, woher London und died osten Gegenden des Südens vvn England ihren Bedarf erhalten; sv-nn Cumberland, welches Irland hauptsächlich versorgt; ferner Stafford->Kre, Derbyshire, Lancashire, Uorkshire, Leicestershire, Warwickshire,

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