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Mropäisches Staatensystem.
Eichen- und Kiefern-Wälder, welche einst das ganze Land bedeckten, unddie durch Anpflanzungen auf den Grampians erneuert worden sind. Sonstüberall bezeichnet der Name Wald nur die Haide. Doch hat die Kunsthin und wieder einige Forsten angelegt, die das Bedürfniß befriedigen,und etwas Bauholz wird am rechten Ufer der Themse und des Wey ge-fällt. Nur mit Hülfe der Kunst und stets erneücrter Pflege werden dienutzbarsten vegetabilischen Produkte auf einem Boden gewonnen, der, mitAusnahme der Wälder und dem ewig grünen Rasen, der einen großenTheil des Landes bekleidet, keine inheimische Pflanze besitzt, welche Auf-merksamkeit verdiente. Diese Rasendecke ist ganz besonders das Eigen-thum des Westens, wo man nur isolirte Kulturstellen bemerkt, dagegenist sie in den östlichen Grafschaften selten, wo der Anbau der Cerealiendie Hauptbeschäftigung des Inwohners bildet.
England kann es in der natürlichen Fruchtbarkeit des Bodens nichtmit den südlichen Ländern Eüropa's aufnehmen; aber was die Naturversagt, das ersetzt eine außerordentliche Industrie bis zu einer Hohe,daß das Quantum der Ackerbau-Produkte, welches in England gewonnenwird, bei gleichem Raume das aller übrigen Länder von Eürvpa weitübertrifft.
Die Oberfläche Englands wird von einer amtlichen Nachweisung zu37 Millionen Acres angegeben. Ungefähr '/- Million fällt auf die Land-straßen, und vielleicht 1'/- Millionen auf Flüsse, Kanäle u. s. w., sodaß 2 Millionen Acres von der Gcsammtfläche abzuziehen sein werden,um den Raum zu haben, welcher der landwirthschaftlichen Kultur gewid-met ist. Von diesem Raume ist, nach Voung, die eine Hälfte unterdem Pflug, die andere Hälfte dagegen dem Wiesenbau gewidmet. Erund Comber stimmen darin überein, daß über 3 Millionen Acres ausWeizenfeldern bestehen, während jener eben so viel, dieser aber nur1 Million dem Gerstenbau zuweiset. Beide geben 3 Millionen für Hafer-und Bohncn-Bau an.
Die Versuche, welche man gemacht hat, um den Werth der jährlichgewonnenen Cerealien rc. zu schätzen, beruhen auf so unbestimmten Grund-lagen, daß sie nur ein sehr geringes Vertrauen verdienen. Für dasJahr 1833 schätzte man den Ertrag des Ackerbaues, mit Einschluß derMilchwirthschaft und des Düngers, auf l,726,266,066 Thlr., die ver-einigten Königreiche zusammen genommen. Darunter für Korn aller Art687 Millionen; für Heu, Gras und Futterkräutcr 7S1 Mill.; für Kar-toffeln 133 Mill.; für Gartengewächse, Obst und Baumpstanzungen bei-nahe 45 Mill.; für Hanf und Lein 84 Mill.; für Milch, Butter, Kästund Eier 42 Mill.; für Dünger 24V- Millionen Thaler.
Ein zwar kleiner, aber wichtiger Zweig der landwirthschaftlichenKultur ist der Hvpfenbau. Er nimmt jährlich an Umfang zu; 1831 wa-ren 43,50V Acres dem Hopfenbau gewidmet, 1837 bestes sich die Ge^sammtzahl der Morgen Landes, welche in England mit Hopfen bestelltsind, auf 55,422. Hiervon kommen auf Kent allein 25,662'/-; aufSussex 12,137'/-, und auf Worcestcrshire 2026 Acres, indem in diesendrei Grafschaften beinahe drei Diertheile des ganzen Hopfens gebauwerden. Die Steüer, welche vom Hopfen gezahlt wurde, betrug "N