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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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365
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Britisches Reich. — Europäische Länder.

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wo mit Richards III. Tode in der Feldschlacht des Hauses Plantagenet.Herrschaft ihr Ende erreichte.

Heinrich VII. war der erste König aus dem Hause Tudvr (Lauea-stcr); er vereinigte beide Rosen und behauptete sich gegen jeden Präten-denten; unter ihm beginnen, nach Colnmbus' Entdeckung der NcüenWelt, die großen Seereisen der Engländer mit Cabot 1497, und damitdie Grundlagen der Kolonien. Heinrich VIII. trennte sich von der römi-schen Kirche, bezeichnete aber den Übergang zum reineren Lchrbegriff durchzahlreiche Opfer, die, seinem Beispiele nicht folgend und an der katholi-schen Kirche festhaltend, ihre Standhaftigkeit mit dem Tode auf demSchaffst bewährten. Dieser Heinrich war ein Tyrann, wie die Geschichte

kaum seines Gleichen namhaft macht. Verschleiern wir die Bürger- und

Religions-Kricge, zu denen er, gleichsam, das Signal gab, und erinnernnur an die Schöpfung der Flotte, die fast ganz der Regierungszcit Hein-richs VIII. angehört. Der Religionswechscl der Könige von England

brachte die Vereinigung Schottlands mit England um ein halbes Jahr-

hundert zurück nnd ließ die Kriege, welche zu diesem Endzweck unterEduard VI. unternommen worden waren, als vergebliche Anstrengungenerscheinen. Einen Augenblick schien die, von Maria, Heinrichs VIII.Tochter, wiederhergestellte katholische Kirche die Parteien zu beschwichti-gen; allein bald fingen die Verfolgungen wieder an, und es wurden in-nerhalb drei Jahren nicht weniger als 217 Personen, unter dem Ver-wände der Ketzerei, dem Feüertod geopfert. Unter Elisabeth, die im I.I5Z8 den Thron bestieg, gewann die reformirte Kirche wieder die Ober-hand, und die katholische allmälig beschränkt. In Schottland nahm dieZahl der Reformirtcn, welche seit der Regierung Jakobs V. verfolgt wor-den waren, ebenfalls zu, und das schottische Parlament errichtete im I.I5«o das Presbyteriat. Acht Jahre später zeigten sich die ersten Purita-ner, und Maria Stuart, der Ermordung ihres ersten Gcmals angeklagt,ward von ihren Unterthanen gefangen gesetzt. Das schöne königliche Weibentschlüpfte und flüchtete nach England, wodurch sie den Thron vonSchottland ihrem, noch minderjährigen, Sohne Jakob VI. überließ, undÜch selbst den Händen ihrer unversöhnlichen Feindin Elisabeth überlieferte,

achtzehn Jahre später ihr Totesurtheil unterzeichnete. Mit Elisabeths^vde ikv3 erlosch das Hans Tudvr. Ihre lange Regierungszcit bezeich-"kt eine glänzende Periode in Englands Geschichte, wie in der Weltge-schichte. Die öffentliche Meinung gewann ihre Herrschaft zu üben, dieäslaüterte Lehre erlangte Bestand, mit ihr die Emancipation des Geistes;

Zerstörung der spanischen Armada durch die Engländer trug nichtdazu bei, dem Donner des Vatikan's seine Schrecken zu nehmen,enn der römische Pontifcp hatte Philipps Flotte für unüberwindlich"klärt.

Das Haus Stuart folgte der Dynastie Tudvr im Jahre 16V5. Ja-o VI. von Schottland vereinigte Englands Krone mit der scinigen undunte sicl, von da an Jakob I. von Großbritannien. Unter seiner Re-erung nahmen englische Seefahrer Besitz von den Bermuden, von Mont-sü.^' Barbadoes und St. «Christoph. Der Eifer, welchen dieser Fürstr das Gedeihen der anglikanischen Kirche entwickelte, veranlaßte die