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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Britisches Reich. — Europäische Länder.

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beging, und entthronte ihn. Wilhelm ergriff die Zügel der Regierungim Jahre 1688 gemeinschaftlich mit seiner Gemalin Maria. Jakob H.,von Ludwig XIV. unterstützt, machte in Irland vergebliche Versuche, denThron wieder zu gewinnen. Ein zweiter Versuch im Jahre 1692 schei-terte an dem Gefecht von La Hogue. Man erkennt in Wilhelm, demOcanier, einen kräftigen Gegner des vierzehnten Ludwigs, dessen Machter nicht wenig schwächte; und in seiner Regierung eine glänzende Epochefür das britische Parlament. Die Bill of Rights datirt von 1688, dasJahr darauf ward die Civil-Liste angeordnet, und fünf Jahre später diedreijährige Dauer des Parlaments, die bisher unbeschränkt gewesen war.Diese Periode war jedoch nicht frei von Rcligions-Unruhen, die erst un-ter der folgenden Regierung aufhörten, als 1767 die ewige VereinigungSchottlands mit England zu Einem Reiche: Großbritannien, zu Stande kam.

Während die Königin Anna diese Vereinigung bewirkte, erfochtenihre Armeen unter Marlborough's Anführung auf dem Kontinent einenSieg über den andern, wodurch die Ereignisse vorbereitet wurden, welchezehn Jahre später den Frieden von Utrecht herbeiführten, der die Hud-sons-Bai-Länder, Neüfnndland, Nova-Scotia und Minorka unter britischeHerrschaft brachte, zugleich mit dem Besitz von Gibraltar, welches Eng-land im I. 17V4 erobert hatte.

In Folge der Successivns-Akte von 1701 gelangte das hannvver'scheHaus im Jahre 1714 auf den englischen Thron. Georg I., der ersteKönig dieser Dynastie, hatte anfangs die Anhänger des Sohnes vonJakob dem II. zu bekämpfen. Nachdem dieser Aufstand gedämpft war,sehte er die siebenjährige Dauer des Parlaments durch, um die haüfigenWahlen zu beseitigen, welche die Parteien nur in Aufregung brachten.Robert Walpole war damals in Gunst. Dieser Minister, dem man vor-wirft, daß er nachtheiligen Einfluß auf die Nation geübt habe, behaup-tete seine Macht während der ersten vierzehn Regierungsjahre Georgs II.,der seinem Vater 1727 auf dem Throne folgte. Während dieser Periodebeunruhigten die Spanier die Engländer an der Bai von Honduras, wosie sich schon seit 1731 festgesetzt hatten, um daselbst Campeche-Holz zufällen. Die Folge dieser Beunruhigungen war der Krieg, der Oceanbedeckte sich mit Kriegsschiffen und Kapern, und Lord Anson unternahmseinen berühmten Kreüzzug wider die Manila-Galione im Großen Ocean.Im Jahre 1745 landete Eduard, der Enkel Jakobs II. , als neüer Kron-prätendent, in Schottland; aber er verstand es nicht, die ersten von ihmerfochtenen Siege zu benutzen; nach der ersten Widerwärtigkeit, die ihnbetraf, floh er feig nach Frankreich zurück, seine Anhänger dem Beil desHenkers überlassend. Im Jahre 1750 erhoben sich zwischen Großbritan-nien und Frankreich Streitigkeiten wegen der Besitzungen in Nordamerika,und um dieselbe Zeit begannen zwischen beiden Mächten blutige Kämpfe>u Ostindien, die in Deütschland während des siebenjährigen Krieges fort-setzt wurden. Georgs II. Tod sehte diesem Krieg kein Ziel; er wurdevielmehr von Georg III. mit aller Energie fortgeführt. Die großen Er-folge der Engländer zwangen endlich Frankreich, mit dem sich Spanienverbündet hatte, um Frieden zu bitten. Der Pariser Vertrag von 1763,der den 7jährigen Krieg beendete, verschaffte Großbritannien den Besitz