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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Europäisches Staatensystem.

von Canada, der Insel Kap-Breton, der Inseln im Lorenzstrom, Tobago,Florida, und außerdem das Recht, in der Honduras-Bai Färbe- undCampecheholz zu fällen; in Ostindien behielten die Franzosen nur dreiFaktoreien.

Im Jahre 1764 begannen die Unruhen, welche, von dem Versuchhervorgerufen, den im I. 1585 gegründeten Kolonien in Nordamerikawillkürliche Steüern aufzulegen, die Unabhängigkeit der Vereinigten Staa-ten zum Resultat gehabt haben. Zehn Jahre vergingen unter Verhand-lungen und Kriegsrüstungen; da floß am 19. April 1775 das erste Blutfür die amerikanische Unabhängigkeit. Die Erklärung dieser Unabhängig-keit erfolgte am 4. Juli 1776. Zwei Jahre später zog Frankreich denVereinigten Staaten zu Hülfe, was den abermaligen Ausbruch des Krie-ges zwischen jener Macht und England zur Folge hatte. Spanien ver-wickelte sich in diese Händel, und bald darauf sah sich Großbritanniengezwungen, auch den vereinigten Provinzen der Niederlande den Kriegzu erklären. Während dieses blutigen Krieges stieg die britische National-schuld auf mehr als lüvv Millionen Thaler; Religions-Unruhen brachenin London aus, und Irland verlangte seine Unabhängigkeit. Endlichwurde am 21. Mai 1783 der Friede zwischen Großbritannien und denVerein-Staaten geschlossen, zu gleicher Zeit mit Holland, dem eingeschärftwurde, hinfüro die britische Flagge zu salutiren; mit Spanien, welchesdie Insel Minorka und Florida wieder gewann, dagegen die LucayischenInseln herausgeben mußte, deren es sich 1781 bemächtigt hatte; mitFrankreich, das seine, im Frieden von 1763 abgetretenen Besitzungenam Senegal zurück erhielt, so wie im Besitz mehrerer westindischen In-seln blieb, zugleich auch das Recht gewann, an den Küsten Malabarund Coromandel frei Handel treiben zu dürfen. Frankreichs Intriguenhatten in Ostindien die inheimischen Fürsten gegen England aufgewiegelt,namentlich den Fürsten von Mysore, Haider Aly, der noch immer fürdie Unabhängigkeit seines Landes focht. Die Nachricht vom Abschluß desFriedens gelangte erst nach seinem Tode nach Indien, in Folge dessensein Sohn Tippn Sahib einen neüen Vertrag mit England einging. Aberder Krieg brach hier wieder aus im Jahre 1791; nur von kurzer Dauer,endigte er mit dem Tode Tipp» Sahibs, der auf den Mauern seinerHauptstadt Seringapatam den Heldentod starb. So kam 1792 das ReichMysore in britische Hände; Englands Besitz des Dekan war dadurch ge-sichert; im Stromgebiet des Ganges hatte es schon 1765 das KönigreichBengal erworben. Die Kolonisation des großen südlichen Kontinents,in Neü-Süd-Wales, begann 1787, als Strafkolonie für die zur Dcpor°tation verurtheilten Verbrecher. Vier Jahre später nahmen die Engländerdie Aedamanischen Inseln in Besitz, gaben sie aber nach zwei Jahre"wieder auf. Einen Theil der Nordwestküste von Amerika, die wegen bePelzhandels nach China so wichtig war, hatte England im Jahre 1^von Spanien durch Abtretung, und Pulo Pinang, in der Malaccastraße,1786 durch Kolonisation erworben, so wie das Jahr darauf an der West-küste von Afrika die Kolonie Sierra-Leone für freigewordene Negersklavengestiftet.

Großbritannien sah den Gang der französischen Revolution bis z"