Britisches Reich. — Europäische Länder.
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Gibraltar.
Durch einen niedrigen Isthmus vom Iberischen Hochlande getrennt,erhebt sich am Südende des Kontinents von Europa, unter Lat. 36° 9'N., Lvng. 7° 4l' W. Paris ein, nur deütschc Meilen langes undMeilen im Umfang haltendes Felsen-Promvntorium, der Berg Kalpc,eine der Säulen des Herkules, seit den ersten Eroberungen der Maurenin Spanien, zur Deckung.ihres Übergangs über die Straße, welche Eüropavon Afrika trennt, befestigt durch ihren Heerführer Tarif Jbe Zarka, imI. 725 n. Chr. Geb., von da an Dschibel Tarif genannt, d. h. TarifsBerg, woraus, in den Mundarten der christlichen Volker, durch Zusam-menziehung und Abkürzung Gibraltar, sprich Dschibraltar, entstanden ist,seit 1462 den Mauren abgenommen und ein Bestandtheil der Krone vonCastilien und Leon, unter der Regierung Ferdinands und Jsabella's seit1502 ein Bestandtheil des Königreichs Spanien; im spanischen Succes-sionskricgc durch die Engländer erobert, von einem kleinen, aber tapfernHaüflcin englischer und holländischer Krieger, 1860 an der Zahl, unterder Anführung eines Deütschen, eines Landgrafen von Hessen-Darmstadt;am 21. Juli 17V4 erschien die englische Flotte in der Bai von Gibraltar,jenes Haüschen wurde gelandet, und schon am 24. Juli nahm der Land-graf diese Bcrgfestung, die schon damals als eines der stärksten Bollwerkein Eüropa bekannt war, in Besitz, der durch den von der englischen Re-gierung mit der spanischen abgeschlossenen Separat-Traktat vom 13. Juli1713 staatsrechtliche Geltung erhielt. Seit dieser Zeit bildet Gibraltareinen Bestandtheil des Britischen Reichs. — Der Felsen von Gibraltarerhebt sich, wie gesagt, ganz isolirt, als ein langer, schmaler, sattelförmigerRücken, der auf der Nordseite, gegen das Festland hin, im Rock Mvrtar135«, (engl. Maaß), in der Mitte am Signalhause 1276' und an derSüdkante, der sogenannten Zuckerhul-Spitze (8uA»r I^oak kamt), die gegendas Meer blickt, 1439' über den Wasserspiegel sich erhebt. Dieser ausKalkstein bestehende Berg, der auf seinem Gipfel, wie längs seiner Ab-hänge mit Festungswerken bedeckt ist, fällt gegen Norden senkrecht ab,^ jenem niedrigen Isthmus, einer großen Sandsiäche, die in ihremhöchsten Punkte kaum Iv' über dem Meere steht, bei Gibraltar selbst05«, j„ vxx Mj^e 120«, und da, wo sie sich an's feste Land anschließt,^5« Uards breit ist. Hier sind die sogenannten spanischen Linien, eine^eihe verfallener Schanzen, von den Spaniern errichtet und besetzt, zumSchutz gegen den mächtigen Besitzer der Bergfeste, jetzt nur noch Trüm-merhaufen und Ruinen.
Gibraltar, am Südrande des eüropäischen Kontinents, das heißelrika vor der Thüre, dessen Einfluß aber von den oceanischen Luftströ-en gemildert wird, hat, wenn man Villanvva de Portimäv in Portugalda.'"*"-"" (mv die Beobachtungen jedoch zweifelhaft zu sein scheinen)Klima in Eüropa. Die mittlere Temperatur des Jahresnis^> 18", 1, die Sommer-Monate haben einen mittleren Ther-
mncterstand von 22°,7, der Winter hat 13«,8, was mit der Frühlings-'me >m südlichen Frankreich übereinkommt, der kälteste Monat ist