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Europäisches Staatensystem.
noch 13°,7 warm, oder so warm, wie der Sommer im nördlichen Schott-land, der heißeste Monat erreicht mit 23°,3 die mittlere Temperatur derum >2va Fuß erhöhten Tropen - Gegenden, und es giebt Tage, wo dasThermometer auf 3ܰV- steigt. Die Regenmenge, welche in Gibraltarfällt, beträgt jährlich im Durchschnitt 29" 2"', es ist auf 68 Regentageim Jahre zu rechnen, sehr selten regnet es im Sommer, Gibraltar liegtin der Provinz des Winterregens. Schnee ist zwar nicht unbekannt, aberdoch selten, und Eis kennt man noch weniger; das stärkste, welches jemalsvorgekommen, erreichte die Dicke eines Thalers. Der heftigste Regenfallkommt mit südöstlichen Winden, denjenigen, welche man in Gibraltar Le-vanters nennt, und die auf den Felsen so mächtig einwirken, daß großeStücke losgerissen und in die Tiefe gestürzt werden. Im Allgemeinenist das Klima gesund, ausgenommen für Trunkenbolde und phlegmatischeKonstitutionen, doch leidet Gibraltar dann und wann am gelben Fieber.Der Berg ist kein nackter Fels, wie man wol vorausgesetzt hat, 31V ver-schiedene Pflanzen bilden die Flvra dieses Promontvriums, und alle Kul-turgewächse des südlichen Eüropa gedeihen hier auf's üppigste. Als eineEigenthümlichkeit des Felsens von Gibraltar wird angeführt, daß er dereinzige Fleck in Eüropa sei, welcher dem Affen, vom Geschlecht Cynoce-phalus, zum Aufenthalt diene, aber es ist nicht erwiesen, ob er daselbsteinheimisch ist und sich fortpflanzt (s. III. Bd., S. 402, 421).
Die Civil-Bevölkerung von Gibraltar belicf sich im Jahre 1835 auf15,088 Seelen, 7419 männlichen und 7389 weiblichen Geschlechts. Da-von waren 10,122 britische Unterthanen und 4886 angesessene Fremdeaus allen Nationen. Innerhalb der Ringmauern der Stadt lebten 12,622.Die Garnison ist in Friedenszeiten 350V — 4VV0 Mann stark. DasHaupt der Verwaltung ist der Gouverneur. Englands Gesetze gelten inGibraltar, und englische Gerichtsverfassung. Die Protestanten sowol alsdie Katholiken, welche letztere die Mehrzahl der Inwohner ausmachen,haben eine Kirche und eine Kapelle, die Juden vier Synagogen. FürSchulen der verschiedenen Konfessionen ist gesorgt; und die öffentlicheBibliothek eine der schönsten in Eüropa. Nahrungsmittel bezieht Gibral-tar vom spanischen Gebiet und aus der Berberei, aus dieser kommt be-sonders Schlachtvieh. Der Handel ist sehr bedeütend, die Schifffahrtbewegt sich um 2200 jährlich ein- und auskaufender Fahrzcüge. MünzetMaaße und Gewichte sind theils die spanischen, theils die englischen.
Malta
Wie England seit beinahe anderthalb Jahrhunderten die Eings»'^pforte des Mittelländischen Meeres beherrscht, eben so hat es seit vierZwJahren festen Fuß gefaßt in der Mitte dieses Meeres, auf Maltalich, das, mit dem anliegenden Gozv, zwischen Sicilien und der AM" 'schen Küste, in der Mündung der von den Vorgebirgen Bon und Nazgebildeten großen Bucht, unter Lat. 35" 54- N., Long. 12° 14^ O-Paris belegen, die südlichste der zu Eüropa gehörigen Inseln ausm