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EürvpäisGes Staatensyftem.
Im Jahre 1834 bcljef sich die Bevölkerung vvn Malta und Gozv,mit Einschluß des Militairs und seiner Angehörigen auf 60,252 Perso-nen männlichen und 61,674 Personen weiblichen Geschlechts, zusammenauf 4 24,926 Seelen, davon 405,559 auf Malta und 46,367 auf Gvzo;zum Militair-Etat im Besondern gehören 3230 Personen. Die Maltesensind im Allgemeinen von mittlerer Statur und robust, ihr Haar istschwarz, zuweilen kraus, die Lippen sind häufig dick, die Hautfarbeschwarzbraun, namentlich unter den gemeinen Leüten, die sich der Luftaussehen müssen, ein dunkles, feuriges Auge karakterisirt den Maltesenund unter den Höheren Klassen beim andern Geschlecht jene Üppigkeit derFormen und schmachtender Schönheit, welche nach den Begriffen desOrients den Reiz der Frauen ausmacht. Unter den Landbewohnernherrscht der spanisch-maurische Karakter vor, bei den Städtern vereinigtsich der französische mit dem griechischen Karakter. Die Männer sindgcwerbfleißig, thätig, frugal, muthig, was sie als Matrosen mehr als jezu zeigen Gelegenheit haben, — die Maltesen gelten in der That fürdie besten Seelcüte im Mittelländischen Meere, — und mit jenen Eigen-schaften verbinden sie eine unbegränzte Vaterlandsliebe. Die gebildetenLeüte sprechen, die reine italiänische Sprache, das gemeine Volk aberspricht ein Kauderwelsch, das aus arabischen, deütschen, italiänischen undden Wörtern anderer Sprachen zusammengesetzt ist, worin aber die ara-bische Sprache so vorwaltet, daß der Maltese und der Bewohner derBerberei sich ohne Mühe verstehen. Die ängstlichste Befolgung der aüßernGebraüche der katholischen Kirche ist ein Hauptzug im Karakter der Mal-tesen; in ihrer Ausübung sind sie von der britischen Regierung nicht ge-stört worden, wol aber hat diese der Geistlichkeit das Recht eigener Ge-richtsbarkeit genommen und sie der Jurisdiktion der bürgerlichen Gerichtüberwiesen. Die Protestanten, vornehmlich in der Garnison, haben ihre»Gottesdienst, ohne bis jetzt eine eigene Kirche zu besitzen. Für den Un*terricht der Jugend ist reichlich gesorgt; auf Malta giebt es 82 Privatschulen und 2 Normalschulen, und in La Valetta ein Kollegium für de»höheren Unterricht, oder eine Universität, mit der eine Vorbercitungsscbuleverbunden ist. Gvzo hat ebenfalls eine Normal- und mehrere Elemtt^tarschulen. Eine öffentliche Bibliothek vvn ansehnlichem Umfange beste"zu La Valetta. Baumwollen-Spinnerei und Weberei bilden den HauP^zweig der technischen Industrie, und ihre Produkte sind seit langer, lang^Zeit berühmt gewesen. Die Seidcn-Manufakturen blühen ebenfalls, »>',so auch mehrere andere kleinere Gewerbe in Leder, Seife, MaccaronoJuwelier-Arbeiten, bedeütend ist aber auch der Schiffbau und diereitung von Cigarren, vvn denen jährlich an 50 Millionen Stück ei>ckguten Markt in allen Häfen des Mittelländischen Meeres finden. 6ndl>zeichnen sich die Maltesen durch Tischler-Arbeiten aus, große Sendungihrer Sopha's, Stühle rc. gehen jährlich nach den Ionischen Inseln,Griechenland und andern Gegenden. Der Werth der jährlichen Ausfuhrbetrug in den zuletzt vergangenen Jahren über 400,000 Pfd. Sterl.,Werth der Einfuhren dagegen fast 600,000 Pfd., wobei Großbritanmmit 183,000 Pfd., die britischen Kolonien mit 27,000, die Vercinstaamit 40,000, und die übrigen Handelsuativnen mit 390,000 Pfd. S