Britisches Reich. — Europäische Lander.
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betheiligt waren. Die bedeülendstcn Einfuhrartikel sind Manufaktur-waaren, Weihen, Öl, Wein, Zucker, Erbsen und Bohnen. Die Schiff-fahrt bewegt sich um 1700 ein- und auslaufende Schiffe.
Malta wird, im Namen des Souverains von Großbritannien undIrland, von einem Militair-Gouverneur regiert, dem eine Rathsversamm-lung zur Seite sieht, die sieben Mitglieder zählt, von denen 4 durch ihrAmt, die 3 anderen durch die Wahl des Gouverneurs dazu berufen sind;die amtlichen Glieder sind der älteste Offizier im Kommando, der Ober-richter, der Erzbischof von Malta und der erste Gouvernements-Sekretair,die gewählten werden aus den Grundbesitzern und dem Kaufmannsstandegenommen. Die britische Verwaltung lastet schwer auf Malta, die Frei-sinnigkeit, welche Britanniens Regierungsweise im Vaterlande auszeichnet,ist nicht auf dieses Besihthum im Mittelländischen Meere ausgedehntworden; man betrachtet Malta als eine Militair-Station, die mit mili-tairischer Strenge behandelt werden müsse. Die Rechtspflege ist langsamund kostbar, für Kriminal-Verbrechen ist eine Art Geschwvrnen-Gerichtzu Stande gekommen, im Ganzen genommen ist der Maltese frei von derNeigung zu groben Verbrechen, Diebstahl ist das einzige von Bedeütung.Doch führt er gern Prozesse, was vielleicht davon herrührt, daß dasGesetz so unsicher und unbestimmt ist. Der höchste Gerichtshof bestehtaus einem Präsidenten und vier Mitgliedern. Die Einkünfte von Maltasind, im Verhältniß zur Volkszahl, sehr hoch. Sie belaufen sich imDurchschnitt auf 100,000 Pfd. Sterling, davon Pacht von Kron-Lände-reien und Kron-Gebaüden 28,000 Pfd, Einsuhrsteüer von Getreide 30,000,Zölle und Hafengesälle 14,000, Akzise 16 , 000 , Quarantaine-Gebühren5000, gerichtliche Geldstrafen 4000, insgemein 3000 Pfund. Im I. 1834^trugen die Einnahmen 105,080 Pfd.; die Ausgaben dagegen 97,505,davon für den Civil-Etat 85,530 und für den Militair-Etat 11,975 Pfd.,der letztere bezieht sich auf ein Regiment Maltesen, und ist unabhängig"011 der Besatzung britischer Truppen, die von der Krone mit einemiährlichen Aufwande von mehr als 100.000 Pfd. unterhalten werden.Aus den Einkünften der Insel bezieht der Gouverneur seine Besoldung,die 5000 Pfd. Sterling beträgt.
, La Valetta, die Hauptstadt von Malta, von dem berühmtenGroßmeister dieses Namens im I. 1566 gegründet und in 5 Jahren vvll-endet, ist ei„e per schönsten Städte Eürvpa's, zu deren Erbauung die^öniae von Frankreich, Spanien und Portugal, der Papst und sämmtlicheAußerhalb Malta wohnenden Maitcser-Riiter reichlich beigesteüert haben,be Haüser hier sind Paläste, und unter den öffentlichen Gebaüden einzig" ihrer Art durch aüßern sowol als innern Pracht die Kathedrale zum
Johann, außerdem aber auch der Palast des Großmeisters, der jetzt>u Gouverneur zur Residenz dient, der Justizpalast, das Hospital, dieZm ,-""d ""le andere. Die Bevölkerung dieser Prachtstadt, mit ihrenlebe Florina, Vittvriosa, Scnglea, Cvspicua, von denen die drei
45 <^>" der Südseite des Großen Hafens liegen, betrug im I. 1826 :ab? c ^klen. Diese drei Ortschaften bilden Städte für sich, liegenr so picht beisammen, daß man sie alle als Eins betrachten kann.">ta Vecchia, oder Nvtabile, die alte Hauptstadt der Insel, und
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