462
Eüropäisches Staatensystem.
physiognomischen Karakter Nvva-Scotia's bildet. Dadurch entstehen eineMenge Häfen, welche wegen ihres günstigen Untergrundes und desSchutzes, den sie gewähren, zu den schönsten in der Welt gehören.Das Land selbst ist wellenförmig und mit vielen Seen bedeckt. DasKlima korrespondirt mit dem von Neü-Braunschweig, doch ist die Tem-peratur der drei Wmtermonate, wegen des unmittelbare» Einflusses desMeeres, noch mäßiger als dort. Die Hauptmasse der Bevölkerung be-steht aus Nachkommen der Einwanderer aus Frankreich, England, Ire-land, Schottland, Deütschland und den gegenwärtigten vereinigtenStaaten von Nordamerika; der Indianer zählt man in diesem Gouver-nement etwa noch 5008. Der Ackerbau, die Viehzucht, die Fischereiund die Wald-Benutzung haben in Neu-Schottland eine große Ausdeh-nung und liefern ansehnliche Quantitäten zur Ausfuhr, während einergiebiger Bergbau auf Kohlen betrieben wird. Die Haupt-Einfuhr-Artikel bestehen in britischen Manufaktur-Waaren und gebranntenWassern, Zucker, Wein, Kaffee rc. Die Verwaltung ist wie in Canada.Die öffentlichen Einkünfte decken nicht immer die Ausgaben. Die Milizbesteht aus 22,008 Mann. Die presbyterianiscbe Kirche hat die meistenAngehörigen in Neva-Scotia, sodann sind die Episkopalen, die Katho-liken und Baptisten am zahlreichsten, alle übrigen Sekten haben hierihre Repräsentanten. Für den Unterricht ist sehr reichlich gesorgt, sowoldurch Volksschulen, als höhere Lchr-Anstalten, unter denen das Dal-Hvusie-College zu Halifax nach dem Muster der Edinburghcr Universitäteingerichtet ist.
Halifax, Hauptstadt des Gouvernements und Haupt-Kriegshafe"der nordamerikanischen Lander des Britischen Reichs, 20,800 I. Anderebemerkenswerthe Ortschaften sind: Dartmouth, Lowrence, Presto«, Treck»'Piclou, Liverpool, Annapolis.
Zum Gouvernement von Neü-Schottland gehört auch die Jnst^Cape Breton, welche durch einen schmalen Kanal von Nova-Scotiagetrennt ist. Ihre Bewohner stammen hauptsächlich von Hochschotte"und Franzosen ab und sind ein gewerbfleißigcs Völkchen, welches f^-vorzugsweise mit Fischerei und Schiffbau beschäftigt. Sable Island, d. b-Sand-Insel, im offenen Meere, ungefähr I"'/» S. von Cape Bre>»"gelegen, ist ein wüstes Eiland, welches durch zahlreiche Schiffdrüche ei"»traurige Berühmtheit erlangt hat.
4. Das Gouvernement von Prinz Eduards Insel.
Prinz Eduards Insel, welche früher St. John's genannt würd»'liegt in einer südlichen Bucht des großen St. Lorenz-Bufens,Südostseite von Neü-Braunschweig, und auf der Nordseite von Ne 'Schottland. Von Mecresarmen vielfach zerschnitten, besitzt diese 3"^wie das benachbarte Festland, eine wellenförmige Oberfläche, "Udschönen Landschaften, odwol die Umrisse nicht so keck hervortreten, adort, wo die Scenen zuweilen aüßerst romantisch sind; die NordseiteInsel ist es im Besondern, welche wahre Naturschönheiten darbck^'Prinz Eduards Insel war lange Zeit eine Fischerstativn der s
wurde aber von denselben seit dem Anfang des achtzehnten Zahrhun