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Eüropäisches Staatensystem.
Archidiakonat, unter dem Bi'schum von Barbadoes hat; außerdem hatdie reformirte, die schottische und die römisch-katholische Kirche ihre An-hänger; letztere hat einen Titular-Bischof oder apostolischen Vikar zumOberhaupt. Missionare der Wesleyischen und Londoner Missions-Ge-sellschasten arbeiten auf dem Felde christlichen Unterrichts mit vielemErfolge, doch ist ihre Zahl noch zu gering, um ihre Thätigkeit unterden Zngeborenen noch weiter ausdehnen zu können. Die öffentlichenEinkünfte genügen in der Regel nicht zur Deckung der Ausgaben. NachZamaica ist es Gniana, welches, unter den britischen Besitzungen inWestindien und Südamerika, den bedeütendsten Handel treibt, denn dieAusfuhr belaüft sich auf 21 Millionen Thlr., die Einfuhr auf 7 Millio-nen. Die Verwaltungsweise ist der von Zamaica und den übrigenGouvernements (mit Ausnahme Trinidads) gleich. Die Besatzung bestehtaus einem eüropäischen Infanterie-Regiment und einem Detaschemenk des2ten westindischen Regiments. Die früher bestandene Miliz ist aufgelöst,erwartet aber ihre Reorganisation. Die Mündungen der Flüsse Demcrara,Bcrbice und Canje sind durch Forts oder Batterien vertheidigt.
18. Die Falkland-Inseln.
Zm Südatlantischen Ocean, auf der Ostseite Patagoniens, nicht weitvom Eingänge zur Magalhaens-Straße, belegen, zeichnet sieb der Archi-pelagus der Falkland-Znseln durch seine Lage auf der großen Handels-straße von Eüropa nach der Westküste von Amerika ganz vorzüglich aus.Er besteht aus zwei großen, dicht neben einander liegenden Inseln, undeiner großen Menge kleiner Eilandsgruppen und einzelner Eitande. Beiden Franzosen heißt dieser Archipelagus der Malouinische oder richtigerder Maloinische, weil für einen Seefahrer aus St. Malo das Recht derEntdeckung in Anspruch genommen wirb, obwvl es feststeht, daß SirRichard Hawkins unter der Regierung der Königin Elisabeth von Eng-land, im Jahre 1S'.)4 diese Inseln zuerst gesehen hat, Ost-Falkland eichebtsich bis zu 1701)" über das Meer, West-Falkland ist niedriger. DasKlima dieser Inseln ist gemäßigt, die Temperatur sehr gleichförmig, mildrWinter, kühle Sommer, mittlere Zahreswärme 8°'/z. Das Gewächsreich zeigt, wie die benachbarte Küste des südamerikanischen Kontinents,einen völligen Mangel an Baumwuchs; und dieser Mangel ist Hauptfachslieh mit die Ursache, daß eine Kolonisation auf diesen Inseln bisher nichgelungen ist. Sie haben bisher keinen staatswirthschaftlichen Nutzen ge-währt, und dienen nur den auf den Wallfischfang in den antarktisch^Meeren gehenden Schiffen zur Sicherheits-Slation, die in den zahlreiche»Baien und Buchten vortreffliche Hafenstellen finden.
IV. Die afrikanischen Länder des Britischen Neichs.
Diese Länder liegen theils am Südrande des afrikanischen Erdtheil^theils an seiner westlichen Küste, in Guinea und Senegambien; sie u