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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das russische Reich.

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Ostsee, und es besteht aus Versteinerungen führenden Felsschichten, diein ungestörter Horizontalität liegen. Wer das Waldai-Plateau (bemerktHelmersen) nur auf der großen Straße zwischen den beiden Hauptstädtenkennen lernt, sieht nur mächtige Ablagerungen ausgeschwemmten Bodens,in denen zahlreiche Geschiebe krystallinischer, mitunter aber auch Ver-steinerung führender Felsarten seine Aufmerksamkeit besonders fesseln;er findet, daß diese Massen steh in nichts von denjenigen unterscheiden,die weiter im Norden die große Niederung bedecken. Sobald man aberdie Flußthäler aufsucht, die den Nordabhang des Plateau's tief durch-schneiden, ehe sie in die vorliegende Niederung münden, so überzeugtman sich, daß der Diluvialboden von festeren Gesteinen getragen wird,welche zahlreiche organische Reste enthalten, in ungestörter Horizontalitätliegen und aus Dolomit, Kalkstein, Thon, Kohlenflötzen, Mergel undSandstein bestehen. Die lehrreichsten Punkte sind die Ufer des Flüß-chens Prikscha, die Gegend der Stadt Borowitschi an der Msst'a unddas Westufer des Jlmen-See's.

Im Osten erblickt man den erzreichen Ural (d. h. Gürtel), der sichzu beiden Seiten des 75. Meridians von Norden »ach Süden zieht, nachälteren Naturforschern in der Felseninsel Nowaja Semlja erhebt, durchdie Meerenge Waigaisch vom festen Lande getrennt wird und eine Längevon 3«v Meilen hat. Er ist am breitesten von Westen nach Osten inseinem südlichen Theile (besonders unter 54° Br.), wo seine Ausdehnung4V Meilen beträgt; dann nimmt die Breite allmählig nach N. ab. Mantheilt ihn in den nördlichen, mittleren und südlichen, oder in den wü-sten, erzreichen und waldreichen Ural ein. Ersterer reicht von 6l — 69"Br. bis zum Meere, ist ein Bergzug niederer Art, großenthcils nacktUnd mit Moos oder Torf bedeckt; der andere reicht von 55 — 61° Br.,und füllt das Gouv. Perm. Sein nördlicher Theil heißt der wercha-turische Ural, bei den Russen Ksorvernui xvgss«, d. i. der nördlicheGürtel, und wird fast immer von Schnee bedeckt. Der südliche Uralreicht von 59 — 55° Breite, füllt das Gouv. Orenburg und verflächtsteh gegen W. in ein fruchtbares, bewaldetes Hügelland. Uebrigens er-reicht dieses Gebirge nirgends Alpenhöhe und seine höchsten Gipfel sinduur etwas über 6999 Fuß hoch. Die höchsten Spitzen des mittleren oderwerchaturischen Uralö sind: der Pawdinskoi Kamen, der sich unter dem59° nördl. Br. an 6499 par. Fuß über dem Meere erhebt, der Wosstroi,Kunschasoewskoi, und Koswinskoi Kamen; die des südlichen oder oren-^urgischen (baskischen) Urals: der Jremel, Taganai und Tautossigali,^ mit ewigem Schnee bedeckt sind, der Kalgak, Jrentik, Karatasch,Ascherdük, Taraptu und Dschigaelba. — Von den 3 Zweigen, in welchezerfällt, heißt der, welcher nach der Wolga hin sich verflächt,-^bschtschei-Ssürt (Gemeingebirge), der zweite, sich am Uralflusse endi-gende, Ulutau oder guberlinskisches Gebirge, und der dritte, in die^Mistnsteppe auslaufende, Kitschik-Karatscha. Sein höchster Rücken„ ueht aus Granit von verschiedenem Korne und verschiedener Propor-keiner Gemengtheile. An diesen lehnen sich (nach Herrmann) auf.^ Westseite: Hornblendfels, Gneis, schwarzer Schiefer, stratificirteszerrissenes Kalkgebirge, Gyps, kupferhaltiger Sandschiefer, Mergel,7^'uhugel und Wellsand; auf der Ostseite: Hornblendfels, Glieds, Por-6--- ' .?aez, Serpentinfteinwacke, Jaspis, Thonschiefer und Schneide-irern, körniger Sandstein und Mergelwacke, stratificirtes Kalkgebirge,'cywarzer Schiefer und Sandstein, Mergel, Breschen, Lehmhügel und