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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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488 Eüropäisches Staatensvstem.

Wellsand. Doch folgen sich die Gebirgsarten keineswegs überall in der-selben Ordnung.

Wenden wir uns nach S., so finden wir das taurische Gebirge,welches im S. und W. am schwarzen Meere liegend, östlich gegen dieHalbinsel Kertsch in eine wellige Fläche abfällt. Seine Berge sind amMeere jähe. Landwärts fällt es sanft in die taurischen Flächen undhat die Quellen des Sialgirs und anderer Flüßchen des faulen Meeres.Für den höchsten Berg hält man den Tschatür-Dagh oder Zeltenbergbei Aluschta. Er streckt sich in O. und W., ist an beiden Seiten jähe,oben mit Gebüsch und unten mit Waldungen, und soll 400ü Fuß, nachAndern 790 Klafter über der Meereöfläche liegen. Der wildeste undhöchste Theil des Gebirges zieht sich von Balaklawa bis zu den Umge-bungen von Feodossia hin. Hier zeigen sich die Vorgebirge Aja Bnrün,Aju'-Dagh und Taraktasch. Die Höhen des Gebirges nennt man Zaila(Alpe) Das Gebirge der Krüm und der Halbinsel Taman theiltde Verneuil ein in: >) gegenwärtige Epoche, 2) Tertiärgebirge, 3) Num-muliten, 4) Kreide- und Oolithengebirg.

Wie wir bereits bemerkten, hat Nußland sehr große Ebenen; diebedeutendsten sind: I) die wolgaisch-kalmükische Ebene, welche sich vomFlusse Ural bis zur untern Wolga, und vom kaspischen Meere bis zurSsamara erstreckt; 2) die Ebenen von der untern Wolga bis zum Don;

3) die Ebenen Taurienö; 4) die mvgayisch-taurische Steppe und 5) diewossnessenskischen und otschakowschen Ebenen. Endlich findet man nochFlächen im Norden von Rußland, welche sich vom Fluß Mesen' bis zurPetschvra und bis zum Uralgebirge erstrecken.

Gewäller.

Das eüropäische Rußland hat einen großen Reichthum an Gewäs-sern und gränzt, wie wir gesehen, an mehrere Meere. Wir erwähnen

4) das Nordmeer, welches seine Ufer am Vorgebirge Kola und an derMeerenge Waigatich, ungefähr unter dem 70° Br. hat. Sein größterBusen ist das weiße Meer, dessen Breite 50 bis 100 Werst beträgt.An der Ostseite dieses Meeres ist die Halbinsel Kanin. Das weiße Meerbildet die dwina'sche, onega'scbe und kandalaskajische Bay. 2) DasEismeer. Es bildet den östl. Theil des nördl. Oceans, reicht von derssibirischen Meerenge Waigatsch bis zur Beringsstrafie, und an derGränze Asiens die karische Bay, neben welcher das karische Meer liegt.3) Die Ostsee oder das baltische Meer, welches den 150 Stunden lan-gen bottnischen und den 80 Stunden langen finnischen, den reval'schenund riga'schen Meerbusen bildet. 4) Das schwarze Meer im S., mitdem asvw'schen und faulen Meere. Das asow'sche Meer wird durch dieMeerenge von Kertsch mit dem ersteren verbunden. 5) Die Kaspi-Seeoder das kaspische Meer, zum Theil zu Asien gehörend und I0l„ ruß---- 94,g par. F. tiefer als das schwarze Meer liegend» hat keine Ebbeund Fluth, ist gegen looo W. lang und 200 bis 450 W. breit. ,

Das Flußnetz des eüropäische» Rußlands spaltet sich in 4 Haupt-meerbecken, in das Bassin des Nord- und weißen Meeres, in das Bassinder Ostsee, in das Bassin des schwarzen und asvw'schen Meeres und l»das Bassin des kaspischen Meeres.

*) Die übrigen Gebirge werden nachgeliefert.