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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

werden) ist die Nindviebzucht eine Hauptbeschäftigung. Die bedeutendstenViehmärkte werden zu Bjeltssü in Bessarabien und in Wlodawka imGouv. Groduv gehalten. In Ssibirien weidet das Hornvieh das ganzeJahr unter freiem Himmel. In Livland wird in einige» Orten vorzüg-licher Käse bereitet, der dem Schweizerkäse nicht nachsteht.

3) Schafe. Deren giebt es 3 verschiedene Raxen: das ursprünglichrussische, das kirgisische und tscherkessifche. Ersteres zieht man überall.Das kirgisische zeichnet sich durch seinen Fettschwanz aus, aus welchem20 bis 30 Pfund Talg geschmolzen wird, ist groß und stark, meistensdunkelrvth und hat langhaarige aber grobe Wolle. Diese Naxe kommthauptsächlich in den Steppengegenden der Wolga vor. Das tscherkessifcheSchaf ist im eürop. Rußland in der Krim, in Neu-Rußland, über Kau-kasien die Länder der Kosaken des schwarzen Meeres und des Don ver-breitet. In der Krim sind die besten Schafe in Taranchut. Die Schaf-zucht in Rußland ist außerordentlich verbessert und man findet trefflicheStammschäfereien. Man zählte

im Jahre 1832 in Livland 32 Schäfereien und 15,308 Schafe.

» » 1833 » 41 >i » 22,843 „

» » 1835 » ,, 57 ,, „ 34,205 »

» i, 1836 „ » 68 „ >, 48,104 ,,

» ,> 1838 ,, » 120 » » 70,000 „

Die bedeutendsten Schäfereien sind in Lipskaln und Trikaten. Nochbesser als in Livland gedeiht die veredelte Schafzucht in Esthland; hierzählte man

im

Jahre

1832 .

... 34

Schäfereien

und

13,807 Schafe

»

»

1833 .

... 53

»

»

18,748 . ,,

»

»

1835 .

... 67

»

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33,214 >>

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1836 .

. . . 100

))

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44,764

»

»

1838 .

. . . 112

62,443 „

Die ausgezeichnetste Schäferei ist zu Orrenhof. Im Laufe von7 Jahren wurden aus derselben 1638 Merino's öffentlich versteigert undfür dieselben die Summe von 49,161 Nbl. B. Sl. gelöst, was alljährlicheine Summe von 7060 Rbl. ausmacht. Im Durchschnitt kostete einWidder circa SO Nbl., für einige wurden sogar 580, ja 600 Nbl. bezahlt.

In Curland befanden sich i. I. 1834 in der pilken'schen Schäferei:613 Schafe und 271 Widder.

Bedeutend ist auch die veredelte Schafzucht in folgenden Gouverne-ments: i) in Taurien, Cherffon, Jekaterinosslaw, Charkow, Poltäwa,Woronesh, Bäsan', Ssmolensk; Moskwä, Ssarätow, Tambow, Ssil^birst, Grodno, Wolhynien, Mog'slew, Wilna, Bjelosstok, im KönigreichPolen und in West-Ssibirien. Zur Förderung dieses wichtigen Industrie-zweiges wurde i. I. 1832 zu Moskwä eine Hauptgesellschaft für ver-edelte Schafzucht, in demselben Jahre eine Kompagnie zur Verbreitungder veredelten Schafzucht in West-Ssibirien und eine Gesellschaft snsSchafzucht in Süd-Rußland gestiftet, und in Zarckoje Ssolo giebt eseine Musteranstalt, die unter dem Namen der kaiserl. Schäferei bekannist. Zu Moskwa, Cherffon und mehreren andern Orten sind Anstaltenzum Sortiren der Wolle, in Odessa, Cherffon u. s. w. Wollwäschen-Wollmärkte finden zu Riga, Poltawa, Nomnn, Charkow, Woronely,Nishny-Lomow, Orel, Jekaterinosslaw, Kassimow und Krementschug star.