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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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507
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Das russische Reich.

S07

Von 1819 — 1823 . 1756 Pud, 22 V, Pfund.

.. 1823 — 1828 . 1907 » 27'/-

» 1829 . 455

» 183«. 378

» 1831. 316

„ 1833 . 302

» 1834 . 362

» 1835 . 264

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287 Pud,' 4 Pfd.)

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Gehen wir nun zu den Hausthieren und der Viehzucht über. Ruß-land eignet sich seiner schönen Weiden wegen hauptsächlich zur Viehzucht,allein sie wird noch immer sehr vernachläßigt. Ausgebreitet ist sie nurin den Steppengegenden, wo sie auch einen Industriezweig abgjebt. DieHausthiere, die hauptsächlich in Rußland gezogen werden, sind:

1) Pferde. Das russische Pferd ist von mittlerer Größe, starkem Kör-perbau, hat einen dünnen Hals und sehr lange Mähnen. Die Pferdeauf Ösel, Klepper genannt, sind sehr klein aber gut, die polnisch-russischen,und krainischen, klein-russischen und die der don'schen Kasaken, klein, ma-ger, meistens braun, munter und gelenkig, die finnischen nicht über2'/i Ellen hoch, doch wohlgebaut und schnell, und die tatarischen vonmittlerem Wüchse, mit sehr dünnen Füßen und sehr hartem Huf. DieKirgisenpferde zeichnen sich durch ihre Leichtigkeit und Schnelligkeit ausund sind meist von Heller Farbe; die besten Pferde der Bergvölker sind dieHarndergschen. Zur Veredelung dieser Thiere epistiren KronS- und Pri-vatstutereien, von denen erstere in Hof- und Militärstutereien zerfallen.3u den letzteren gehören die skopin'sche, im Gouv. Bäsan', die derknl'sche,sstreletzkische, limarneskische und nowo-alekssandrowskische im Gouv.Charkow, und die potschinkowskische im Gouv. Nishegorod. In denMilitärstutereien wurden im Jahre 183« überhaupt 7025 Pferde gezählt,die Arbeits- und Tabunpferde nicht mitgerechnet. Die Zahl der Privat-flutereien ist nicht bekannt; zu den vorzüglichsten gehören die des Herrnvon Narischkin in Beresowka im Gouv. Ssarätow, die der Herren Kirssa-nvw, Jlowaiöki und des Grafen Platow im Lande der don'schen Kvsa-^u, die des Fürsten Nepnin und der Gräfin Nasumowski im Gouv.poltäiva u. dgl. m. Bemerkenswerthe Gestüte giebt es auch in den Gouv.Worünesh, Tambow und Ssimbirsk. Zur Beförderung der veredeltenPferdezucht existiren Gesellschaften für Wettrennen zu Moskwa, Lebedän,Odessa, Orenburg und Ural'sk, und in Moskwa, SsimbirSk und mehrerenander,, Städten werden jährlich bedeutende Pferdemärkte gehalten. ImKönigreich Polen zählte man im Jahre

1827 1829 1834

40 «,000 441,886 415,307 Pferde.

In einem großen Theile Rußlands, besonders im Süden, wird statt desPferdes der Ochse vor den Pflug gespannt. 2) Rindvieh giebt eö meh-rere Arten; das beste ist das in der Ukraine, im Gouv. Archangel sk,das cholmvgorüsche, mehen'sche und pinega'sche, und in Tscherkesiien.Vvn Cholmogorü werden alljährlich nach St. Petersburg, Moskwa undandern Orten jährlich 5«v Stück Hornvieh getrieben und rm Werthe von25« bis 4«« Rbl. per Stück verkauft. Am Don trifft man kalmukijche,holländische und ungarische Naxe, und bei den Kalmüken der Wolga undin Bessarabien (wo jährlich gegen 3 Mill. Stück Rindvieh abgesetzt