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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Eüropäisches Staatensystem.

Sineus und Truwor. Diese, nebst ihren Brudern Oskold und Dir,erhielten jeder ein Land, und die beiden letztem nahmen ihren Wohnsitzzu Kiew. Als Sineus und Truwor gestorben waren, vereinigte Rnrikdie Gebiete seiner Bruder mit dem seinigen, und zu dieser Zeit (864)kommt zuerst der Name Russen auf. Nurik ließ sich zu Nowgorod niederund starb (879). Ihm folgte sein Vetter Oleg, der für dessen vierjähri-gen Sohn Igor regierte, Ssmolensk, Kiew und das ganze südliche Ruß-land eroberte, vor Konstantinopel erschien, die Griechen erschreckteund ihnen einen Tribut auflegte. Durch die Berührung mit diesemVolke fand das Christenthum hie und da Eingang. Als Oleg 9IL ge-storben war, trat Igor die Regierung an, der ebenfalls Kriegszüge nachKonstantinopel unternahm, aber bald sein Leben verlor. Ihm folgteseine Gemahlin Olga, welche, nachdem sie ihrem Sohne Swätvsslai»die Regierung übergeben, 955 nach Konstantinopel reiste, sich daselbsttaufen ließ und den Namen Helena annahm. Nach Hause zurückgekehrt,bewog sie ihren Sohn, seinen Unterthanen zu erlauben sich taufen zulassen, starb 968 und ward von der griechischen Kirche heilig gesprochen.Swätosslaw, welcher sein Gebiet bis zum asow'schen Meere erweiterthatte, theilte selbiges unter seine Söhne Oleg, Jaropvlk und Wladimir,büßte aber in einer Schlacht mit den Petschenagen 973 sein Leben ein;Oleg ward von Jaropvlk erschlagen, Wladimir aber entfloh, sammelteein Heer Waräger, ivdtete seinen Bruder, eroberte Galizien, Lithauenund Livland, begab sich nach Konstantinopel, erhielt die Schwester desKaisers Basilius zur Gemahlin und nahm das Christenthum an. Darausstiftete er viele Kirchen und Schulen und suchte die Kultur seines Volkeszu befördern. Nachdem er sein Reich unter.seine 12 Sohne getheilt, standspäter sein Sohn Jarosslaw gegen ihn auf, doch starb er, bevor ein«Schlacht zwischen Vater und Sohn entschieden hatte. Jarost law gelanges, nach einem Kampfe mit seinen Brüdern, das ganze Reich 'wiederzu vereinigen; er gab seinem Wolke 1935 das erste Gesetzbuch, erhob se^Reich zum Wohlstände und zur Kultur, theilte dasselbe unter seine 4Söhne und starb 1954. Nun entstanden die zwei GrvßfnrstenthünrekKiew und Wladimir und die Fürftenthümer Nowgorod und Ssmolensk'welche nachher noch in kleinere Fürftenthümer zerfielen. Über 2no Jahs^herrschten nur Bürgerkriege und Aufruhr, und es hielt daher schwer,Angriffe der Polowzer abzuwehren. Hierzu kamen noch die Horden derMongolen, deren Macht nichts widerstehen konnte. Unter Batu Cha'lverheerten sie mit Nvhheit die Städte, und waren siegreich. Bald dara»>ward Kiew verbrannt und Großfürst Jarosslaw II. mußte Batu's Vamwerden. Nach der Rückkehr der Mongolen aus Deütschland kamen daöstliche und südliche Rußland unter die Herrschaft der goldenen Hsrovon Kaptschak, das Reich ward bedrängt, und das reiche Nowgo^o 'dessen Fürst Alexander Ncwskü 1219 die Schweden besiegte, mnßtezahlen, bis endlich die Horde in die drei Reiche Kasan', Asftrachan'

Krüm zerfiel. Die innere Zerrüttung des Reichs benutzten die Lithau 'welche Kiew eroberten, und als sich Nowgorod losgerissen, ward ogroßfürstliche Sitz von Wladimir nach Moskwa verlegt und diests z.Hauptstadt erhoben. Aber auch dieses wurde von Timur bedrängt.mit Iwan Wassil'jewitfch, der den Beinamen des Großen erhielt, ist --Rußland eine neue Sonne auf. Er unterwarf sich mehrere beuachrFürsten, Kasan' und Nowgorod, und machte in letzterer Stadtgroße Beute, schlug den Chan, der in sein Gebiet einfiel, kun s.