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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das russische Reich.

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demselben den Tribut auf, führte darauf noch mehrere Kriege, vergrößertesein Reich, verschönerte Moskwa, stellte Künstler aus Deutschland, Ita-lien rc. an, und starb 1505 Sein Sohn Wassit'ij IV. erweiterte seinReich gegen Norden bis über Archangel'sk hinaus .vereinigte Ssmolenskund Pskow mit Rußland, nannte sich Selbstherrscher aller Neußen undstarb 1534 . Ihm folgte sein Sohn Iwan II., der Schreckliche genannt,welcher im vierzehnten Jahre zu regieren begann, Kasan' zur ProvinzMachte und Asstrachan' eroberte. In den neu erworbenen Landern be-festigte er seine Macht durch Einführung des Christenthums, suchte ver-geblich Livland zu erobern, um welches er mit Schweden und Polenstritt, und ward genöthigt, mit Stephan Bathory Frieden zu schließen.Doch erwarb er im Osten Ssibirien, welches um diese Zeit vollendsentdeckt wurde. Zu seinem Schutze bildete Iwan ein 12,060 Mannstarkes Korps von Schützen (Sstrelizen, Sstrelizi), welche mit Flintenbewaffnet waren, und durch die er den Grund zu einem stehenden Heerelegte. In Moskwa legte er die erste Bnchdruckerei an, gab Gesetze,Zvg Deütsche in sein Reich, trat mit England in Verbindung, dem erbedeütende Handelsfreiheiten gewährte, und starb 1584 . Sein Sohnüeodor schloß einen Frieden mit Schweden, welches Esthland und Narwabehielt, und war der letzte Herrscher vom Stamm Rurikö. Zu seinemNachfolger ward sein Schwager Boriss Godunow erwählt, der sich durchdie Ermordung des Dimitrij, Feodors Bruder, den Weg zum Thronegebahnt hatte. Er war einer der besseren Regenten, konnte aber seineMacht nicht lange behaupten; denn als ein junger Mönch, von PolenUnterstützt, sich für Feodors Bruder, Dimitrij, ausgab, ward er beiNowgorod besiegt und starb plötzlich. Über ein Jahr stand der falscheZar an der Spitze des Staats, ließ Boriss Sohn, Feodor, ermorden,erregte jedoch durch sein leichtsinniges Betragen Verdacht, wurde alsBetrüger erkannt, 1606 auf seinem Schlosse überfallen, und nachdem erMehrmals versucht zu entkommen, nebst vielen Polen ermordet. Daraufward Wassil'ij Schuisskoi zum Zaren erwählt. Aber auch dieser konnte«ch nicht behaupten, Polen unterstützte einen zweiten Betrüger, welchersogar Nowgorod eroberte, dann rief er die Schweden zu Hilfe, weil indem Reiche Unruhen ausgebrochen waren und er sich von den Seinigenverlasse,, sah; allein die Schweden gingen zu den Polen über, weil siereinen Sold erhielten; Moskwa wurde belagert und Schuisskoi genöthigtAbzudanken. Nachdem die Bojaren König Sigismnnds Sohne, Wladis-!"w, die Krone übertragen, und diese Wahl Unruhen im Reiche erregtsatte, mußte dieser wieder abdanken. Die vorher siegreichen Polenvurden geschlagen und 1612 aus dem Lande getrieben. Darauf wähltenRussen zu Moskwa einmütbig den jungen siebenjährigen Michailsedorowitsch Romanow, einen Verwandten des alten zarischen Haukes,AI" Herrscher. Mit ihm ging, obwohl noch Polen, Schweden und Ka-auf russischem Boden standen, für Rußland ein neuer Stern desbvn , schloß vor allem Frieden mit Gustav Adolph zu Sstol-

land OOt?), mußte jedoch mehrere Länder (u. a. Karelien, Jngerman-die r'< ss'vangorod, Narwa u. s. w.) abtreten, dagegen er Nowgorod undkeil», Eroberungen von Schweden zurückerhielt. Mehr Echwicrig-dr»„I "^chte der Friede mit Polen, dessen Heere bis Moskwa vorge-14'/^"/varen, doch gelang es dem Zaren, einen Waffenstillstand vonries? 7^>?ven zu erlangen, wogegen er aber den Polen Ssmolensk, Ssewe-

" und ^.schernigow überließ. Michail griff nach Verlauf dieser Zeit

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