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EüropLisches Staatensystem.
am nächsten. Die unterste Instanz auf dem Lande ist das Härads- oderBoigteigericht, dem ein Häradshöfding vorsteht, in welcher Hinsicht eineEintheilung in Dansagor oder Härader stattfindet. Jede Dansaga be-greift eine Anzahl Gemeinden, und in jeder Gemeinde wird gewöhnlich2mal jährlich Häradsgericht gehalten. Bei kleineren Gemeinden könnenauch 2 zu einem Gerichtsdistrikt vereinigt werden. In den Städtenüben die Bürgermeister und Rathsmänner die Rechtspflege aus. Ingrößeren Städten giebt es auch Unterstadlsgerichte, von welchen an dasNathhaus appellirt wird. In ganz Finnland giebt es 7 Lagmanns- und47 Häradshöfdings-Distrikte, außerdem 27 Nathhaüser, 9 Unterstadts-gerichte und 4 Ordnungsmänner. Besondere Gerichtshöfe sind das Land-gut-Vertheilungsgericht im Wiborg'schen und das Bergsgericht. Als Ge-setzbuch besteht das im Jahre 1834 unter der Regierung König Fried-richs l. auf dem Reichstage angenommene schwed. Gesetzbuch.
Im Königreich Polen sind zur Entscheidung der Rechtssachen injedem Guberniüm Landgerichte erster Instanz und in jedem Bezirke Frie-densgerichte, welche in Sachen bis 500 fl. als erste Instanz erkennen-Ferner giebt es Gerichte für Korrektions- und Kriminalsachen, Handels-gerichte, 2 Appellations-Tribunale und die höchste Instanz in WarschaU-Jn Civilsachen wirb nach dem französischen durch neue Verordnungenvervollständigten Kodep verfahren.
Was die Finanzverwaltung betrifft, so zieht Rußland seine Einnah-men aus den Steüern, Regalien und Krongüter Einkünften. Eine Über-sicht der Staatseinnahmen für die Jahre 1831—1833 geben wir i"Folgendem:
Steüern . 177,218,009 Rbl. Papier-
Kopfgeld . 75,000,000 — —
Kapitalsteüer der Kaufleüte. 17,250,000 —
Dazu die Nekrutengelder der Kaufleüte . . '200,000 —
Die See und Landzölle. 84,768,600 —
II. Krongüter-Einkünfte u. Regalien 177,050,000 — —'
Obrvk. 22,500.000 — —
Branntweinsregal. 116,000,000 —
Stempelgefälle. 200,000 — --
Poschlina. 3,500,000 —
Patent- und dipl.-Gebühren ...... 2,800,000 —
Ertrag der Posten "). 5,000,000 — ""
Ertrag der Kronforsten und Fischereien . . 3,250,000 —
Ertrag der Kronfabriken gegen. 3,500,000 —
Ertrag der Bergwerke und des Münz-Negals
gegen. 15,000,000 — ""
Pachtgelder von den Kronmühlen, Krvnbadstu-
ben, Buden in den Kaufläden . . 1,500,000 — ^
Kleinere bestimmte u. unbestimmte Einnahmen 2,000,000 —
Summa 354,268,000
Hiezu kommen die Einnahmen von Polen, welche etwa 40,278,Nbl. betragen. — Die Chatulle des Kaisers bezieht außerdem
*) Im Jahre rszg betrug die Einnahme der Posten >2,700,872 Rbl., wo»°"6,Z70,68o Rbl. zu Ausgaben verwendet, die übrigen k,zso,>s> Rbl. als remUeberschuß an die Reichskaffe gezahlt wurden.