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TüropäischeS Staatensystem.
seinem Leben bei Zeiten ein Ende gemacht hätte. Kinder hinterließ ernicht. Gleich nach Christophs Tode entstanden in Schweden zwei Par-teien, von denen die eine-für die Aufrechthaltung, die andere dagegenfür die Auflösung der calmarischen Union war. Letztere siegte, und deroben erwähnte Karl Knutson ward nun zum König von Schweden, 1448,erwählt. Graf Christian von Oldenburg regierte als König über Däne-mark und Norwegen. Somit war die Union aufgehoben, aber 1456setzte man gleichwohl durch einen Vertrag fest, daß, wenn der eine Königsterbe, dem überlebenden die Herrschaft über alle drei Reiche wieder zu-fallen solle. Indessen währte der Friede nicht lange, und Dänemarrund Schweden fielen einander in's Land. Da sich Karl Knutson durchseine Strenge mit dem Adel und den Geistlichen verfeindete, so machtesich dies König Christian zu Nutze, nährte die Unzufriedenheit, und1457 kam es zu einem Ausstände. Karl VIH. wurde vertrieben, flohnach Danzig, und Christian gewann die Herrschaft über die drei Reichs,bewilligte große Freiheiten, und seinen Sohn Johann ernannten dieStände zum Nachfolger. Nachdem Christian die Schweden durch großeSteüern gedrückt, und den Erzbischvf Bengtson wegen Beleidigungennach Dänemark gewiesen, entstand ein Ausstand. Christian verlor 1464eine Schlacht und ward genöthigt, nach Dänemark zu fliehen. Jetztrief man Karl VIII. auf Veranlassung Sten Sture's zurück. Christianversöhnte sich mit Bengtson, und dieser machte dem König Karl so vieleFeinde, daß derselbe auf's Neüe der Krone entsagen und mit einemTheile von Finnland zufrieden sein mußte. Gleichwohl hatte Karl vieleAnhänger und es kam dahin, daß er zum dritten Mal den Thron bestiegund sich gegen Christian behauptete, bis er 1470 starb. Kurz vor seinemTode hatte er seiner Schwester Sohn, Sten Sture, zum Reichsvorstebeound Vormund seiner Kinder ernannt. Aber ein Theil des Adels »mrgegen ihn und trat auf die Seite des dänischen Königs Christian»Letzterer kam mit einer Flotte nach Stockholm, wurde in Upsala Ekrönt und kehrte nach einer verlorenen Schlacht nach Dänemark zurück-Sten Sture war ein weiser und kräftiger Regent, vertrieb die Rum"aus Finnland und gründete 1476 die Universität Upsala. Um diese 8"^kam auch die erste Druckerei nach Schweden. Nach Christians I. Totc,1481, trugen die Dänen auf eine gemeinsame Wahl eines Königs an,aber Sten Sture war dagegen, und obgleich 1488 in dem Vertrage Z»Calmar Christians Sohn, Johann, als König anerkannt wurde, so bliebdoch die köuigl. Gewalt noch in den Händen Sture's. Im Jahre 14^brach indessen zwischen dem König und Sture ein Krieg aus, in welchemersterer von den Russen und mehreren Adeligen unterstützt wurde, letz^terer aber unterliegen mußte und das Neichsverwcseraml für Verlust'»erklärt ward. Nachdem Johann anfänglich zur Zufriedenheit reg'eehatte, gerieth er mit den Ditmarsen in einen unglücklichen Krieg, e" ^riß Sten Sture das ihm verliehene Finnland, machte sich durch ma>^cherlei Mißgriffe verhaßt und wurde abgesetzt, dagegen Sten Sture vNeüem zum Neichsvorsteher ernannt. Johann war genöthigt, Schwevzu verlassen und seine Gemahlin, welche einige Zeit noch die Burg VStockholm vertbeidigte, gezwungen, sich zu ergeben. Daraufdänische Kronprinz den Krieg fort, doch ohne besondern Erfolg- ASten Sture gestorben, ward lein Vetter, Swante Sture, vonzum Neichsvorsteher ernannt. Nach des letzter« Tode 1512 s"Johann wieder die schwedische Krone zu erlangen, aber vergeb» -