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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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653
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Die Königreiche Schweden und Norwegen.

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denn die Schweden wählten Sten Sture, den jüngeren, zum Neichs-vorsteher und bald darauf wurde Johann vom Tode hinweggerafft.Sein Sohn, Christian H-, wurde in Schweden nicht als König erkannt,wo Sten Sture ihm entgegenwirkte; aber der Erzbischof von Upsala,Gustav Trolle, suchte dem König Christian Anhang zu verschaffen, wel-cher letztere es auch bei dem Pabste bewirkte, daß Schweden r-nt demBanne belegt wurde. 1516 kam Christian mit einem Heere nach Schwe-den, erlitt aber eine Niederlage, und Trolle ward abgesetzt. Darauferschien Christian 1518 auf's Neue mit einer Flotte vor Stockholm,,machte mehrere unglückliche Unternehmungen, unterhandelte mit denStänden und ließ sich Geißeln stellen, unter denen auch der berühmteGustav Wasa war, welcher mit nach Dänemark segeln mußte. Sture,der 152V in einer entscheidenden Schlacht verwundet wurde, starb anseinen Wunden, und durch Vermittelung des Erzblschofs Trolle kam eödahin, daß der Reichsrath dem Könige Christian huldigte. Christianversprach allen seinen Feinden Verzeihung, richtete aber in Stockholmein schauderhaftes Blutbad an und 94 wackere Schweden fielen als Opferseiner Rache. Selbst der Leichnam Sture'6 wurde aus dem Grabe ge-rissen und unter dem Galgen verscharrt und es kamen gegen 6VV Men-schen um's Leben. Durch solche Greüel verlor Christian alle drei Kro-nen wieder und die Schweden fanden einen Retter in dem trefflichenGustav Wasa. Dieser von den Dänen verfolgt, begab sich zu den Dale-karliern, erregte bei diesen einen Aufstand und stellte sich an die Spitzeder Aufrührer. Das Glück war ihm günstig, und nachdem seine SchaarZu 5»«ü angewachsen, trat er den Dänen muthvoll entgegen, schlug denErzbischvf Trolle, erschien in Stockholm und wurde, trotz mancher Feinde,1521 zum Neichsverweser ernannt. Von Lübeck aus unterstützt, eroberteer mehrere Städte, fuhr fort, Stockholm zu belagern und ward, nochehe Stockholm sich ergab, 1523 von den Ständen zum Könige ausgeru-fen. Nachdem er seinen Einzug in Stockholm gehalten, öffneten ihmdie Festungen des Reichs freiwillig die Thore und zu Malmö wurdedurch Vermittelung Lübecks ein ewiger Friede mit Dänemark geschlossen,der die calmarische Union gänzlich aufhob. Gustav war ein trefflicherNegcnt. In Lübeck hatte er die lutherische Lehre lieb gewonnen, gewährteden lutherischen Geistlichen, Olorf und Lorenz Petri, Lehrfreiheit undSchutz, verfuhr aber sehr bedächtig. Gleichwohl fand er Widerstand beider Geistlichkeit und drohte, auf dem Reichstage zu Westeräs die Kroneniederzulegen, wenn nicht die Einkünfte der Geistlichen durch die Kirchen-gnter erhöht würden. Seine Reden machten einen gewaltigen Eindruck;d.'e geistliche Macht wurde gebrochen, aber auch der Adelsariftvkratie°'ne freiere Bahn geöffnet. Die Dalekarlier, welche durch die Priester^">zt, sich empört hatten, brachte er wieder zur Ruhe und im I. 1528Nolgte die Königskrönung. Ungeachtet des Ansehens, welches GustavVolke genoß, hatte er doch fortwährend mit vielen Feinden zuImpfen, allein sie alle besiegte er durch seinen Verstand und seine Kraft.

einem Lande verschaffte er Handelsfreiheit, die er von den Lübeckerngraußerdem vermehrte er die Wissenschaft, rief Künstler in seinrak^' eine Seemacht und war ein Freünd der Musik. Sein Cha-sest, sein Umgang liebenswürdig, seine Seele edel »"d groß.^schloß sein Leben 156V und ihm folgte sein ältester Sohn, Erich

den livländischen Händeln Esthland davon trug^ das ihm"°vch lange Dänemark streitig machte. Da sich bei ihm Spuren von