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Europäisches Staatensystem.
2. Größe.
Das Hauptlgnd, welches aus einer Menge größerer und kleinererInseln, worunter Seeland und Fühnen die größten, und Lolland, Born-holm, Falfter, Mors, Als, Langeland, Möen und Fcmern die bedeü-tendsten unter den kleineren sind, und aus der Halbinsel Jütland undSchleswig besteht, hat einen Flächeninhalt von IV21 QM. (d. h. Hol-stein und Lauenburg mitgerechnet). Es haben:
1. die Insel-Stifte (Seeland, Fühnen und Lolland-Falster) 235'/. QM-
2. die Jü-tlands-Stifte (Aarhuus, Aalborg, Biborg und Ribe) 448'/, „
3. das Herzogthnm Schleswig (excl. das fremde Gebiet) . . 153°/. ,,
3. Politische Eintheilung.
In politischer Hinsicht wird Dänemark in 3 Provinzen eingetheilt'*),nämlich in die obengenannten Insel-Stifte, Nord-Jütland (Nörre-Jyüland) und in das Herzvgthum Schleswig, die wieder in Ämter zerfallen-
Physifche Beschaffenheit-
Dänemark trägt, mit Ausnahme Bornholms, den Charakter dernvrdeüropäischen Ebene, gn welche es sich mit seinem Haupttheile unm>^telbär anschließt. Betrachten wir die Landes-Formation und die natü^liche Beschaffenheit der Oberfläche, so ergibt sich/^ daß.das, was jetzt i»Dänemark Lrrnd ist, früher vom Meere bedeckt war. Dies sieht rM"'aus der Menge Muschelschalen, Bernfteinstücken u. s. w., die sich, selbstauf den am höchsten gelegenen Orten im Lande, vorfinden, und aus dc«großen Muschelschalen, die sich von den gegenwärtigen Seethieren dckNordsee nicht unterscheiden. Alle Gebirgsarten, die man im Lande («")Ausnahme'Bornholms) findet', sind vom Meere abgesetzt und bilden st-'sammenhängende Steinlager, oder lose'Sand-, Thon- und Gervlllag^Von den entdeckten Lagern sind die verschiedenen Bildungen der Kre>>Aformativn die ältesten und an vielen Stellen zeichnen sie sich als Gr-«>'^lager, worauf alle anderen ruhen. Da diese Lager von allen Seiten daLand umgeben, so kann man annehmen, daß sie sich überall in größteoder geringerer Tiefe unter den »eiteren oder jüngeren Lagern fistb^jwovon man sich auch am mehreren Orten überzeügt hat. Das ältt^dieser jüngern Lager wird tertiäres, im Gegensatz zu der secundä^Bildung genannt, deren ältestes die Kohlenformation und deren letü.jüngstes Lager Kreide ist. > Zu dieser tertiären Formation gehöre«abwechselnden Lager von schiefn'gem Thon, Sand- und Kalkstein;kann man hierzu rechnen die Braunkohlen, den eisenhaltigen Thon,Alaunerde und den sandhaltigen Lehm. Die Kalklager schließenlich Lager.von-Flintenstein ein Die Gerölle und die damit perbstch^ j^Lager von Sand, Thon und Mergel kommen -zum Theil vermischtden älteren tertiären Lagern vor, aber noch viel haüfiger bildenneuesten Lager der-Oberfläche des Landes; diese neuesten Lagersehr oft Schalen von sogenannten H/eethieren, die sich noch istgränzenden Meere vorfinden. Die Geröll-Formation bedeckt im g« »^,Lande alle andern Formationen. Ganz Seeland) Fnhnen und die r ^nereu Inseln, der östl. Theil Jütlands und Schleswigs.tragen um
») Da Holstein und Lauenburg zum deutschen Bunde gehören, so kown««hier nicht in Betracht.