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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Schweden.

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wohl im Königreich als in den Herzogthümern auf 130 Personen jährlicheine Ehe kommen. Werfen wir nun einen Blick auf die Sterblichkeit,so ergiebt sich, daß sich diese seit dem vorigen Jahrhundert bedeütendvermindert hat. Bor einigen 6« Jahren verhielten sich nämlich dieTodten zu den Lebenden wie 1 : 32 und jetzt wie 1 : 41.

2. Stammverschiedenheit, Sprache und Volkscharakter.

Die Bewohner Dänemarks bestehen aus Dänen, Deutschen (imgrößten Theil Schleswigs) und Friesen (im westlichen Schleswig undauf den.nahen Inseln der Nordsee). Die in Dänemark und in Schles-wig gebräuchlichen Hanptsprachen sind: die dänische und deutsche Sprache,beide aber haben verschiedene Dialekte. Hinsichtlich der dänischen Dia-lekte kann man 4 Hauptabtheilungen in dem gegenwärtigen Dänemarkannehmen: 1) den seeländischen, 2) den fühnen'schen, 3) den jyd'schenund 4) den sönderjyd'schen (südjütländischen) Dialekt. Zu dem fühnen-schen kann man noch rechnen die Sprache auf Langeland und mehrerenkleinen Inseln; der jyd'sche Dialekt dagegen zerfällt in 2 Hauptarten,hat mancherlei Eigenthümlichkeiten und eine Menge besonderer Worteund Ausdrücke. Der sönderjyd'sche Dialekt hat ebenfalls viele eigen-thümliche Worte und Ausdrücke, und ist mit altsächsischen und nieder-deutschen Wörtern vermischt. Im Schleswig'schen leben gegen 110,W0Menschen, deren Kirchen- und tägliche Sprache die dänische, und unge-fähr 9V,WÜ Menschen, deren Kirchensprache zum Theil oder meistensdie deütsche ist, die aber im gewöhnlichen Leben nur dänisch oder dänischUnd deutsch gemischt reden. Die friesische Mundart wird in einem Theileder Ämter Husnm, Bredstedt und Tender, so wie auf Silt, AmromUnd Führ gesprochen. Auf Nvrdstrand spricht man noch flandrisch und inArederiksstad wird noch bisweilen holländisch gepredigt, aber die Rechts-fprache ist sowohl auf Nordstrand, so wie in Frederiksstad, seit langer3eit die hochdeutsche.

Der Däne ist im Allgemeinen phlegmatischen Temperaments, be-gonnen, ehrlich und redlich, bescheiden , das Vaterland liebend, tief inder Wissenschaft, ausdauernd, tapfer im Kriege und ein trefflicher See-fahrer. Die deutschen Inwohner des Staats dagegen haben einen vvmVolke in Dänemark ziemlich verschiedenen Charakter. Sie sind lebhafter,arbeitsamer und minder phlegmatisch.

3 Stände und allgemeine Rechtsverhältnisse,giebt in Dänemark Adelige, Bürger und Bauern; der Adel zer-Mlt in einen höheren und niederen. Die königl. Beamten der 3 ersten^angklassen haben, wenn sie auch bürgerlich Geborene sind, adelige Ge-^chtigkeiten, ebenso Kopenhagens Bürger, die bürgerlich geborenen Of-^s Landmilitär-Etats und die bürgerlichen Besitzer der adelichvnvilegirten Grundstücke zum Theil den adelich Geborenen gleiche Rechte.

4- Reiigions-Verschiedenheit und allgemeine kirchliche Verhältnisse,lutu^-^ herrschende Religion im dänischen Staate ist die evangelisch-, '>ä)e, zu welcher sich, nach dem Reichsgrundgesetz, auch der Regent12 Die Summe der übrigen Glaubensbekenner kann etwa

th,'ln?0 Seelen betragen, von denen sich etwa die Hälfte in den Herzog-bek-,,^" SchleSwig und Holstein befindet. Die verschiedenen Religions-uner, die sich im Lande befinden »nd auch verschiedene Freiheiten