Das Königreich Dänemark.
705
Ach im Gebiete der praktischen Wissenschaften, in der Naturkunde undNautik bei ihren Zeitgenossen Ruhm und Ehre erworben haben. An-stalten zur Bildung für Schullehrer befinden sich auf Joenftrup, zuSkaarup, Snedfted und Lyngby, gelehrte oder lateinische Schulen inKopenhagen, Noeskilde, Helsingoer, Frederiksborg, Slagelse, Herlufsholm,Vvrdingborg, Rönne (auf Bornholm), Odense, Nyborg, Naskov, Ny-kjöbing, Aalborg, Viborg, Aarhuus, Nanders, Horftns, Ribe, Kvlbing,Schleswig, Haderslev, Husum, Flensbvrg und Befseftad (auf Island).Eine Universität befindet sich zu Kopenhagen, und eine Akademie zuSvröe, die i. I. 1827 neu fundirt wurde.
Von den Unterrichts- und Bildungsanftalten für besondere Berufs-Awecke, so wie von den Hülfsanstalten, welche die Förderung und Bele-bung ter geistigen Kultur im Allgemeinen zum Gegenstand haben, sindju nennen: 1) die i. I. 1743 gestiftete königl. dänische Gesellschaft derWissenschaften; 2) die königl. dänische Gesellschaft für Geschichte undSprache des Vaterlandes; 3) die königl. Akademie für die schönen Künste(»Kopenhagen; 4) die i. 1.1772 errichtete königl. medicinische Gesellschaft'» Kopenhagen; 5) die i. I. 1785 gestiftete chirurgische Gesellschaft;0) die scandinavische Literatur-Gesellschaft, 1797 errichtet; 7) die königl.Gesellschaft zur Beförderung der Veterinär-Kenntniß; 8) die i. I. 18V9"richtete klassische Literatur-Gesellschaft in Kopenhagen; 9) die literäri-sthe Gesellschaft von Fyens Stift, gestiftet zu Odense 1815; lü) die im^ahr 1816 gestiftete isländische Literatur-Gesellschaft, von welcher sich»re erste Abtheilung zu Reikevig, die andere zu Kopenhagen befindet;
die i. I. 1824 zu Kopenhagen errichtete Gesellschaft zur Ausbreitung??r Naturlehre; 12) die i. I. 1825 zu Kopenhagen gestiftete Gesellschaft>»r nordische Alterthumskunde; 13) der i. I. 1827 gestiftete Verein zurBeförderung der dänischen Literatur; 14) der i. I. 1831 zu Kopenhagengestiftete naturhistorische Verein; 15) die i. I. 1839 zu Kopenhagengestiftete genealogisch-biographische Gesellschaft; 16) der i. I. 1839 zuKopenhagen gestiftete dänisch-historische Verein.
.. Für den Unterricht des Militärs ist sehr gut gesorgt, und zwar durchI. 1830 gegründete königl. Militär-Hochschule, die See-Kadetten-^°ademie, errichtet 1701, und durch die Land-Kadetten-Akademie, gestiftet^02. Außerdem befindet sich zu Kopenhagen auch eine polytechnischeschule.
Unter den Beförderungsanstalten der geistigen Kultur behaupten diewlivtheken den ersten Rang. 2Kir bemerken die große königl. Biblio-L" zu Kopenhagen von etwa 400,üvv Bänden und mit bedeutenden^'"mlungen von Manuskripten und Kupferstichen; die im I5ten Jahr-ei,, ^ gestiftete Universitäts-Biblivthek von etwa lüv,vv« Bänden mit»er Sammlung wichtiger Manufcripte, und die klassische Bibliothek zuUvw^Wen von etwa 30,000 Bänden. Für die Beförderung der Astro-Nett die Sternwarte zu Kopenhagen. Unter den Museen, Kabi-
das""d Kunstsammlungen zeichnen sich aus: das königl. Museum,Kai,,' »aturhiftorische Kabinet, das königl. Münz- und Medaillen-thr. ' . »uf dem Schlosse Nosenborg, das Museum für nordische Alter-die königl. Gemälde-Sammlung auf dem Schlosse Christiansborg,
8e>, ? ,üssche und mineralogische Sammlung der Universität Kopenha-anatomische Museum der chirurgischen Akademie, die Natura-- ammlung des Königs, das Museum des historischen Vereins und
Vkrghaus, Bd. V. 4S