Das Königreich Dänemark. 709
hatte die Monarchie gegen 8 Jahre hindurch keinen König; ein Theildes Reichs ging an Schweden, ein Theil an den Grafen von Holsteinverloren, und Falster theilten sich einige Adelige. Endlich vereinigteMan sich zu der Wahl Waldermars III , des jüngeren Sohnes Christophs,der die Ordnung im Reiche wieder herstellte, aber gleichwohl mit man-chen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, und mit den Hansestädten ineinen Krieg verwickelt wurde, aus dem er sich jedoch mit ziemlichemGlücke herauszog. Seine unter dem Namen der nordischen Semiramisbekannte, mit Geist und Schönheit begabte Tochter Margaretha ver-mählte er durch List mit dem Könige Hakon VIII. von Norwegen, demSohne des vertriebenen schwedischen Königs Magnus, welche Verbin-dung aber in Schweden große Unzufriedenheit erregte, so daß die Schwe-den 'sich den Herzog Albrecht von Mecklenburg zu ihrem Könige wählten.Daldemar starb 1375, und mit ihm erlosch der Stamm der bisherigenKönige. Die Dänen erhoben nun Hakons Sohn, Olaf IV. auf den^hron, der von seinem Vater die Krone Norwegens, so wie seinenAnspruch an Schweden erbte. Allein Olaf starb schon 1387 und Däne-Mark huldigte nun der Margaretha, die im Jahre 1388 auch den nor-wegischen Thron bestieg. Sie vereinigte Dänemark, Norwegen undSchweden, und wünschte diese drei zu einem Reiche zu vereinigen, ge-bieth deshalb mit Albrecht in Krieg, nahm selbigen gefangen und die6wlge war, daß sie zum Besitze des schwedischen Thrones gelangte. Nunwurde 1397 die Vereinigung der genannten drei nordischen Reiche zuKalmar zu Stande gebracht, und Margaretha nahm 1400 den jungenHerzog Erich von Pommern zum Mitregenten an. Nach ihrem TodeNichte Erich unklugerweise Schleswig den Herzogen von Holstein zu ent-reißen und verwickelte sich dadurch in einen 2vjährigen nutzlosen Krieg,erregte Unzufriedenheit und einen Aufstand, und Schweden wählte sich°inen eigenen Reichsstatthalter. Nun kam Erich in großes Gedränge,begab sich nach der Insel Gottland, ward von den drei Reichen des^hrones entsetzt, und die dänischen Reichsstände wählten Erichs Schwe-'?ersvhn, Christoph III., den Baier, im Jahre 1449 zum Reichsvorsteher,bev bald von allen drei Reichen als König anerkannt wurde, und 1448?bne Thronerben starb. Darauf bestieg eine neüe Herrscherlinie den»Nischen Thron, nämlich die oldenburgische durch Christian I., Grafenvn Oldenburg und Delmenhorst. Diesem schloß sich 145« auch Norwegen»"'Und als gegen Karl in Schweden eine Empörung ausbrach, benutzteue Christian, um auch die schwedische Krone zu erlangen, was ihm auchSchleswig fiel durch Aussterben der herzoglichen Linie an ihn^wick, und Holstein gewann er durch Unterhandlung. Da er denschweben viele neüe Sceüern auflegte, zog er sich den Unwillen hier imKar, die Einwohner nannten ihn eine bodenlose Tasche, riefen
kvi,, KnutSsvn wieder auf den Thron, und als er sich nicht behaupten^»nte, ein drittes Mal zurück. So verlor Christian den schwedischen"uchdem er durch Sten Sture eine empfindliche Niederlage erlitten.Mäb,^ ""e Tochter Margaretha mit Jakob III. von Schottland ver-läiidic^.' verpfändete er für 58,909 Dukaten die arkadischen und schott-Eh>-in! " Inseln, die von dieser Zeit an bei Schottland verblieben.Chrin!^" gründete I47S die Universität Kopenhagen und starb 1481.sitz» Nachfolger und Sohn Johann I. gelangte zum ruhigen Be-iMd ,^?Mbks und Norwegens, theilte die Herzogthümer Schleswig-voisteu, mit seinem Bruder Friedrich, und knüpfte Unterhandlungen