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Eüropäisches Staatensystem.
mit Schweden an, allein Sten Sture behauptete sich durch die Liebe beSVolkes, indem er die Bauern zu Herren erhob, und selbst als ihn Jo-hann besiegt hatte, mußte er ihm das Neichsvorsteheraim zugestehen,und gelangte, trotz der Huldigung, die er empfangen, nie zu völligemAnsehen. Eine Niederlage bei Meldorp, die Johann in dem Kriege derDithmarschen erlitt, benutzte Sten Sture zu einem Aufstande, der erstI5VL mit seinem Tode ein Ende erreichte. Auch mit der Hanse hatteJohann viel zu kämpfen, die I51V Dänemark den Krieg erklärte undzwischen den nordischen Reichen die Zwietracht zu beleben suchte. Nachseinem 1513 erfolgten Tode bestieg Christian II., der Tyrann genannt,der bereits in Norwegen eine blutige Regierung geführt, den Thron,allein die Schweden wollten ihn nicht als König anerkennen. Da er-klärte er diesen den Krieg, erlitt aber durch Sten Sture bei Brännkyrka,1518, eine Niederlage und gelangte erst, nach dessen Tode in der Schlachtbei Bogesund, 152(1, zur Krönung in Stockholm, nach welcher er einfürchterliches Blutbad anrichtete, wodurch gegen 6»0 Menschen um'sLeben kamen. Bald darauf erstand in Gustav Wasa der Netter Schwe-dens, wurde 1523 zum König erwählt, und die kalmar'sche Union aufge-hoben. Christians Grausamkeit vermehrte auch die Unzufriedenheit derDänen, die in Jütland aufstanden und von Holstein und Lübeck unter-stützt wurden, und der verlassene König sah sich genöthigt, im Jabre 152 »von Kopenhagen zu entfliehen. Nun wählten die Dänen den HerzogFriedrich von Holstein, Christians Oheim, zu ihrem Könige, Norwegenschloß sich an, und Schweden hatte an Gustav Wasa bereits einen neistoRegenten. Neün Jahre nach Friedrichs Thronbesteigung landete Cb^ftian mit einer Flotte an der norwegischen Küste, wo er sich einigt'Anhang zu verschaffen wußte, aber sich nicht behaupten konnte. Dara«'kam er nach Kopenhagen, wurde hier gefangen, in einen Thurm gesteherst nach 17 Jahren von Friedrich befreit und starb 1559. Trotz se>>st.Grausamkeiten, hat er doch manche gute Einrichtung getroffen ; er befördertden Ackerbau, Handel und Schifffahrt, und ließ die Insel OmagerHolländer mit Küchengewächsen bepflanzen. Auch verminderte Christsdie Gewalt des Adels und der Geistlichkeit. Unter Friedrichs Regierungward die Reformation schnell im Lande verbreitet, und eine neüe La» "Miliz stellte Friedrich auch gegen die Angriffe der Geistlichkeit sicher- 7starb 1513. Nach seinem Tode entstand zwischen Katholiken und L»tv 'ranern ein Streit über die Besetzung des Thrones. Erstere waren §egdie Wahl von Friedrichs ältestem Sohne, Christian, als einesLutheraners, daher dieser anfänglich nur über die Herzogthümer reg'^-^Diese Zeit der Verwirrung benutzte Lübeck, welches in Jütlanv ^rückte, unter dem Vorwande, den gefangenen König Christian U-einzusetzen, und setzte sich in Besitz der meisten dänischen Inseln. - 7 » ^der Reichsrath wählte Christian III. zum Könige, der als Besitzet.Holstein ein großer Feind für Lübeck war. Er fand an Gustavvon Schweden einen Bundesgenossen, gewann die verlorenen rmwieder, zwang Kopenhagen zur Übergabe, unterwarf sich Norwegenwurde von beiden Reichen als König anerkannt. Unter ^ .
rung wurde die Reformation mit Hülfe I)v. Bugeubagens sitsorund auch in Holstein und Island verbreitete sich dieselbe i" 7 "^r s-Christian entwarf ein neues und kurzes Gesetzbuch, war gerecht, g .fürchtig, ein Beförderer der Gelehrsamkeit und starb 1559. ^
nein Nachfolger Friedrich II. stieg die Adels-Aristokratie, dagegen