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Eüropäisches Staatensystem.'
Neikevig der bedeutende Handelsplatz Islands, guter und sicherer Hafen.Möbruvalle, ehemals ein Kloster, jetzt Sitz eines Amtmanns. Es-kefjord, kleiner Handelsplatz mit einem recht guten Hafen. Hufe-vig, kleiner Handelsplatz an einer steilen Küste, Schwefelwerk. Skage-strand, kleiner Handelsplatz auf der Ostseite der Bucht gl. Namens.Holum, im Hialtethal, Domkirche; ehemals berühmter Bischofssitz.
2. Grönland.
a. Die Westküste. Diese erstreckt sich, so viel man weiß, vom KapFarvel, unter 59° 48' Lat. und 56° 35' Long., mit der Davis-Straßeoder Baffins-Bai bis ungefähr gegen 78° Lat. Durch dieses Fahrwasser,welches gewöhnlich mit Treibeis angefüllt ist, wird Grönland von Ame-rika geschieden, mit welchem Welttheil es im Übrigen wahrscheinlich wieeine große Insel oder wie mehrere große und kleine Inseln zusammen-hängend ist. Auf der von Eüropäern kolonisirten und Dänemark gehö-renden Küftenftrecke, welche gegen Norden bis zum 73° reicht, liegt unter69° Lat. die große Diskö-Bucht, wo die Sonne vom 3V. Novbr. bis12. Jan. nicht am Horizont erscheint; doch wird diese lange Winter-nacht durch klaren Mondschein, Sternen und Nordlicht erhellt. ImSommer ist dagegen die Sonne lange Zeit stets zu sehen. In der süd-lichern Gegend Grönlands ist das Verhältniß ganz anders. Der Som-mer ist zwar kurz und nur der Juli gewöhnlich frei von Schnee, aberbisweilen sehr warm, und geht dann plötzlich zu einem langen undstrengen Winter über, dessen Kälte im Februar und März sehr groß ist-DaS bekannte Verhältniß der Wärmegrade ist:
Julianehaab unter 60° Lat. Winter 4,g, Frühling --- I,,, Som-mer -I- 4.7, Herbst -s- 6,-; das ganze Jahr --- 6,-.
Godthaab unter 64° Lcv. Winter -t- 8,,, Frühling i,,, SommerZ- 4,z, Herbst --- 6,7; das ganze Jahr -l- 1,;.
Godthavn auf Disko unter 68° Lat. Winter --- 8,9, Frühling5 ,z, Sommer -s- 6,7, Herbst --- 0,-; das ganze Jahr 2.
Upernivik unter 73 " Lat. Winter 16 , Frühling -l- 8,9, Sommer-s- 4,9, Herbst --- 2,,; das ganze Jahr --- 5.«.
Die Extreme sind -j- 12° und --- 32°.
Die Winde wehen öfter von S. als von N., und in Disko-B»^weht oft ein außerordentlicher SO., der eine solche Wärme, selbst mittenim Winter, mitführt, daß der Schnee auf den Bergen schmilzt und dirTemperatur bis 8—9° R. steigt. Frühling und Herbst sind meist stür-misch, und in dieser Zeit fällt der meiste Schnee. Regen und Hag»fallen nicht oft, und die Luft ist rein und gesund. Das Innere wirdmeistens von großen Eismassen bedeckt, und kaum das sogenannte Un-terland und die Küste, die großeutheils von einer Menge Fjorde undInseln durchschnitten wird, ist im Sommer frei von Schnee, und biet»die einzigen bewohnbaren Stellen dar. Die Inwohner, deren Anzalssauf einer Küstenstrecke von etwa 30« Meilen, 7500 im Jahre 1838 be-trug, lieben leioeulchaftlich ihr Vaterland, wohnen im Sommer <nZelten von Hallten, und im Winter in über der Erde aufgeführtenHütten, die mit Moos und Steinen bekleidet sind. Ihre wichtigste Be-schäftigung ist der Seehundsfang. In geistlicher Hinsicht gehört Grön-land , so weit die Dänen das Land in Besitz haben, unter den Btschdlvon Seeland; doch ist ein Theil der Bewohner noch nichtGegenwärtig eristiren 10 Missionsplätze, von denen 4, nämlich R