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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Dänemark.

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sich am I. Febrnr 1801 auf 47,207 Seelen. Merkwürdig ist es, daßwährend auf den Färbern das Verhältniß der ehelichen Geburten zu denunehelichen im Durchschnitt wie 22 : 1 ist, ja im Jahre 1830 wie80 : 1 war, es in Island seit einer langen Reihe von Jahren imDurchschnitt wie 5 : 1 ist. Die Isländer zeichnen sich durch Liebe zumVaterlands und durch Gastfreiheit gegen Fremde ans. Ihr Hauptver-guüqen ist das Lesen der alten Sagen und Schach zu spielen, worinsie Meister sind. Sie hängen au alte Sitten und Gebräuchen und sindmißtrauisch. Ihre Sprache ist die älteste der alten nordischen Sprache.Das Erziehungswesen wird sehr systematisch betrieben und die Dätersind die Lehrer ihrer Kinder. Das Volk ist im Besitz vieler Kenntnisseund mechanischer Fertigkeiten. Unter den Inwohnern findet kein Unter-schied der Stände statt; sie sind alte Freibauern. Ihre gewöhnlicheNahrung besteht in Schaffleisch und Fischen; denn Brod ist eine selteneSpeise. Auch speisen sie isländisches Moos und einige Tangarten. DasLand steht unter einem Sliftsamkmann, der zugleich Amtmann dessüdlichen Amtes ist. Außerdem giebt es noch zwei Amileute. In geist-licher Hinsicht bildet die Insel ein Bischofthum, mit einem eigenenBischof. Das Land ist, nach Anweisung der Natur und der Richtungder Bergketten, in Viertel (Fjerdingerl eingetheilt, die wieder in Syslerzerfallen, — eine Eintheilung, die meist die allgemeine im Norden warund die sich in Island erhalten hat.

1. Sbnder (südliches) Amt. ES besteht aus Sönder-Fjerdings(Sunnlendinga-Fjordungr) 6 Sysler und 2 SySler von Oster (Ost)Fjerding (Austfirbinga-F.), und enthält gegen 750 QM. mit etwa20,300 I. Reikevig (Neykiavi'k). auf einer Landzunge der Fape-Bucht,Lat. 64 ° 09 ' ok", Long. 34° 27' 47", Handelsplatz und bedeutendsteStadt Islands, Sitz der Landesvbrigkeit, eines Stiftsamtmanns, Bi-schofs, Laadvoigts und Landes-Physikus, Domkirche, Apotheke, Stifts-^ibliothek und Sitz der Isteu Abtheilung der isländischen Likeraturgesel!'-schaft; 700 I; der Hafen oder Ankerplatz heißt Holmenshavn und ist^cht gut und sicher. Bessastad (Bessastadir), auf einer Landzunge,Haf und Kirche, mit einer lateinischen Schule; auf der Kirche ist^»Observatorium. Skat holt, eine schön gelegene Domkirche, undjemals Islands wichtigster Bischofssitz; 3 M. nördlich von hier sindo>e warmen Quellen Geyser und Sirocken. Vidöe, nordöstlich vonNeikevig, Haf, war ehemals ein Mönchskloster. Sammeln vieler Eider-enten. Vestmannöe, Handelsplatz und Hafen für kleine Schiffe,auf Heyma, die eine von den 13 klippenvollen Inseln ist, die vor Js-mnds ssidl. Küste liegen. Havnefjord, kleiner aber sicherer und der

Hafen Islands. Keblevig und Orebakke, kleine Handels-plätze.

2. Bester (westliches) Amt. Es besteht aus Vester-Fjerdings 7Vsler, hat gegen 300 QM. und etwa 14,500 I. Etappen, Fischer-

p'atz und Wohnung des Amtmanns. Grönnefjvrd und Buden-a d, Handelsplätze, von denen des letzteren Hafen zur Ebbezeit trockenOlafs vig und StikkeSholm, mit Apotheke. Flatöe,tiqkd »»d Jsefjord, kleine Handelsplätze mit Stadtgerech-