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Europäisches Staatensystem.
Der längste Tag dauert 13'/. und der kürzeste 10^ Stunden. Wasdas Verhältniß der Wärme betrifft, so wird es das nämliche wie aufJamaica sein. Es ist also auf diesen Inseln stets Sommer, und dereigentliche Unterschied der Jahreszeiten hier, wie in den tropischen Län-dern überhaupt, der zwischen der trockenen Jahreszeit und der Regenzeit.Orkane sind häufig, besonders vom August bis Oktober, und Erdbebenebenfalls nicht selten, doch richten letztere selten Schaden an. Das Klimaist gesund, aber die ungewöhnlich starke Hitze wirkt oft nachtheilig. St.Croix, welches großentheils flach, aber auf der Ost- und Nordseite vonKlippen umgeben ist, die bis zu 1200 Fuß sich erheben, ist die frucht-barste dieser Insel». St. Thomas ist mehr, und St. Jan am meistengebirgig und minder fruchtbar. Die vorzüglichsten Produkte liefert dasPflanzenreich, besonders Zuckerrohr. Der Kaffeebaum wächst zwar wild,doch nicht in solcher Menge, daß der Handel durch diesen Artikel gewin-nen kann. Von Thieren giebt es zahme derselben Art wie in Eüropa,aber die Kübe geben nur wenig Milch und die Schafe haben keine Wolle.Zahmes Geflügel giebt es in Menge, aber keine Gänse; von wildenVögeln findet man viele Papageien. Außer einer großen Menge Fische»fängt man auch Schildkröten, doch werden die meisten von Pvrtvricogebracht. Mücken und Scorpione sind Plagen der Inwohner, doch ver-ursachen sie selten gefährlichen Schaden. Das Mineralreich liefert Kalk-steine, besonders auf Sr. Criop, wo man einen trefflichen Kalk ausKorallen und Kouchylien brennt. Die Bewohner der Inseln heißesKreolen, und die herrschende Sprache ist, mit Ausnahme der Sprach?der Neger, die englische. Die Volksmenge betrug im Jahre 1835 z"*summen 43.178 Seelen. Die Regierung, an deren Spitze ein General-Gouverneur steht, hat ihren Sitz zu Christianssted auf St. Crvip. St-Thomas und St. Jan haben zusammen einen eigenen Gouverneur uuoeinen besonderen Negiernngsrath. Die westindischen regulären Trupp?"bestehen, zufolge Nescripts vvm 23. April 1837, aus 2 Kompagnie"Infanterie und einer Abtheilung Artillerie. Außerdem haben die Insel"eine wohl organisirte Miliz. In geistlicher Hinsicht gehören die Insel"unter das Stift Seeland.
o. Insel St. Er 0 ix. Diese fruchtbare Insel hat einen Fläche"^inhalt von etwa 4*/; QM., zählte im Jahre 1835 6805 Freie (darunte?4913 Couleurte) und 19,876 Unfreie oder Sclaven, und im Jahre 1^2"I6V Zuckerplantagen. — Christianssted, hübsche Stadt am Fuße einerBergkette, wird von dem Fort Christiausvaern beschützt und zäblt 5.5""I., worunter 1100 Weiße und etwa 2300 Sclaven. Sitz der Regier«guter, von einer Seebatterie geschützter Hafen, dänische und engltzchbKirche, Handel mit Kopenhagen. — Frederikösted, auf der Westküst?^3. M. von Christianssted, kleine Stadt, die durch das Kastell Fred?"riksfort beschützt wird; Rehde, gegen 2000 I., worunter 400 We>pund gegen 950 Sclaven.
b. Insel St. Thomas. Diese bergige Insel mit einem Fläch?"inhalt von etwa 2 QM., zählte im Jahre 1835 8707 Freie (worunre5665 Couleurte) und 5315 Sclaven, und hat nur eine Stadt — Car "line Amalie — amphitheatralisch im Hintergründe einer Bucht, "einem sicheren Hafen; gegen 12,000 I. Der Ort wird durch die Cita-delle Christian öfor t und der Einlauf in den Hafen durch Batter egeschützt. Die Brüdergemeinde hat auf dieser Insel die MissionspiayNeü-Herrnhut und Niesky.