Das Königreich Dänemark.
735
o. Insel St. Jan. Auf dieser kleinen und felsenreichen Inselvon etwa 2 QM. und etwa 2500 I. liegt keine eigentliche Stadt,sondern nur der zur Anlage einer Stadt projektirte Bauplatz St. Jan(Christianoby), an der Cruizer-Bai, wo eine sichere Rhede ist. Aufeiner Landzunge der Bucht ist ein Arresthaus, weiches als Citadellebenutzt werden kann.
6. In Afrika.
Die Etablissements auk der Küste von Guinea.
Sie bestehen in Faktoreien, befinden sich auf dem Theile der afri-kanischen Westküste, der an dem guinea'scken Meerbusen liegt, zwischen5° 44' und 6° 15' Lat., und 10° 15' und II" 45' Long., haben über 3»Mln. Länge und im Durchschnitt 5 Mln. Breite, und den Fluß Saku-mvfye zur westlichen GränzUnie. Die Bewohner, verschiedene größereUnd kleinere Negerstämme, sehen sich als Bundesverwandte Dänemarksan und führen die dänische Flagge. Im nordwestlichen Theile diesesGebietes, 4 bis 8 Mln. von der Küste, erhebt sich die akvapimö'scheBergkette, deren Luft weit gesünder, als unmittelbar an der Küste feinsoll, die selbst für Eingeborene schädlich ist. Der östliche Theil wird vondem breiten Volt« durchströmt. Was das Klima betrifft, so ist nurein kleiner Unterschied zwischen dem Wärmegrad der Monate; denn derWärmste Monat hat 24° und der kälteste 19° 9' Wärme im Durchschnitt.Die größte Mittelwärme ist im April und November (bis 31°) und dieNiedrigste im August (14° 9'). Der Gegensatz zwischen der Regen- undtrockenen Zeit ist nicht so scharf, wie in andern tropischen Gegenden.Die sogenannte große Regenzeit ist im Mai, Juni und Juli, und diekleine im October. Die jährliche Regenmenge beträgt 18" 13. Dairisches Wasser eine Seltenheit ist, so wird es in Cifterneu gesammelt,^stwind ist selten, häufiger aber Westwind, und nur im Juli kommtA höchst unangenehmer Wind aus SO. (Harmatten) vor. Die Luftkst auf der ganzen Küstenstrecke sehr feucht, ausgenommen wenn derDarwatten weht; denn dieser bringt eine unerträglich trockene Luft undSand in solcher Menge, daß man oft nicht 100 Schritt vorüsn '^en kann. Die wichtigsten Produkte des Pflanzenreichs sind: Boh-n,,"' Iams und Mais und verschiedene Arten Kohl; ferner Pisang,r?"as, Citronen, Pomeranzen rc. Weiter oben im Lande sind großewvn " "on Palmen und Kokusbaümen, und Plantagen von Baum-Äa Indigo, Kaffee, Taback, Zucker u. dgl. m. Von den zahmen^ usthieren findet man: Hornvieh, Schweine, Schafe rc.; von wildenAntilopen > wilde Schweine, Büffel und Elephanten. VonHj. Thieren ist die Küste im Allgemeinen frei, aber weiter hinauf sindsekt^ Buschhunde. Fische giebt es in großer Menge, und ebenso Jn-Ealrl ^ großen Plage der Inwohner. Nächst der Fischerei ist diegrosf^reitung der wichtigste Nahrungszweig der Strandneger. EinDie iL,v"derniß für den Handel ist der Mangel an sicheren Häfen,den v, . chen Ausgaben zur Unterhaltung dieses Etablissements sind infür die Besitzungen in Ostindien mitbegriffen, und be-Hau„).<» ^e Jahre 1835 bis 1^38 jährlich gegen 85,000 Nbd. Das^acb»„ i?^'"ando auf der Küste führt der Gouverneur. Die geistlichenDie der Probst. Die Zahl des Militärs ist unbedeütend. —
on den Danen angelegten Kolonien sind: