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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Belgien.

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Waldungen besitzen Luxemburg und Namur, und das Areal derselbenbelauft sich im Ganzen auf 193,736 Hectaren. — Belgiens Obstknlturist ausgezeichnet. Zu den vorzüglichsten Obstsorten gehört der Apfel- unddie Birne, deren es an den Ufern der Mosel im Ueberfluß giebt, undaus denen vorzügliche Liqueure bereitet werden. Die Kultur des Wein-stocks ist etwas vernachlässigt, doch sind die Weine, welche die Ufer derMosel und Sure in der Provinz Luxemburg (7üv Hectaren), ebenso die,welche die Ufer der Mense in der Umgegend von Lüttich und Huy lie-fern, ziemlich wohlschmeckend.

Die Wiesen sind von ausgezeichneter Güte und am besten in derProvinz Flandern, wo es sehr viele natürliche und künstliche Wiesengiebt, die von dem Wasser der Schelde und anderen Flüssen bespültwerden.

Belgien ist vornehmlich ein ackerbautreibendes Land, welches einensehr großen Theil seiner Oberfläche dem Getreidebau gewidmet hat, undder fruchtbare Boden des Landes bringt mehr Getreide hervor, als manbedarf. Die vorzüglichsten Getreidearten sind: Weizen, Mangkorn,Roggen, Buchweizen, Hafer, Gerste und Kartoffeln.

Hanf liefert hauptsächlich Flandern, Hennegau und Antwerpen inMenge und von ausgezeichneter Güte. Flachs, der jährlich für Millio-nen nach Frankreich und andern Ländern verführt wird, ist eines derHauptprodukte Flanderns.

Taback, der früher sehr verbreitet war, trifft man nur in Flandern,U»d seine Kultur ist unbedeütend. — Die Gärtnerei ist in ganz Belgienverbreitet, hat außerordentliche Fortschritte gemacht, fast in allen Städtentrifft man botanische Gesellschaften und außerdem hat jede Provinz noch*>ne Ackerbau-Kommission.

8. Thierreich, — Viehzucht.

.. Belgiens Fauna gleicht der des nördlichen Frankreichs und zumSbeil der des nördlichen Deutschlands. Der Säugthiere im wilden Zu-stande sind nicht viele vorhanden. Unter den wilden Thieren, welchezum Vergnügen der Jagd, der Nahrung n. dergl. m. dienen, sind haupt-sächlich das Schwein, der Wolf und der Fuchs bemerkenswert!), die sichbesonders in Luxemburg, Namur, Lüttich, Limburg und Antwerpen fin-ven. Außerdem giebt es noch anderes Wild und viel Geflügel.

. Kriechthiere find selten und man findet deren nur wenig Arten. Bel-glens Küsten und Flüsse zeichnen sich durch Reichthum an Fischen aus.^'ersteren fängt man besonders Häringe, Stockfische, Rochen, Schell-Me, Steinbutten u. s. w.,, und der Härings- und Stockfischfang be-lästigt mehr als 2VV Schiffe. Die Flüsse liefern Hechte, Karpfen,«vrellen, Barsche, Aale, Lampreten, Störe, Lachse, Barben, Gründ-. "ge, Weißfische, Krebse u. dergl. m. Die Gewässer der Küste liefern Mer-Stinte, Makrelen, Elfe, und von Schalthieren: Hummer, Seekrebse,g,„^"krabbeii, von den Flamändern ^rennäes oder LM-naets genannt,stern, Muscheln, Seeschnecken u. a. m.der den nutzbaren Insekten verdient die Biene genannt zu werden,bil)?- Kultur jedoch vernachlässigt ist. Kanthariden sind gewöhnlich undd^." emen Handelsartikel, dagegen ist die Zucht der Blutegel nnbe-griffa. Zucht des Seidenwurms ist in großem Fortschreiten be-

tikwe" der Maulbcerbaum hat sich vollkommen in Belgien akklrma-- Dre Seide, die man jährlich gewinnt, ist eben so trefflich, als