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Europäisches Staatensystem.
die Piemvnts und der Dauphins. In den Provinzen Brabant, Hen-negau, Flandern und Lüttich findet man mehrere Anstalten für Seide-znchch und das wichtigste Institut der Art ist das zu Meslin L'Evsquebei Ath, im Hennegau, mit einer Hilfsanstalt zu Uccle bei Brüssel.Die Produktion der Seidenwürmer im ganzen Lande betrug im Jahre
1835 609 Kilogramm Cocons.
1836 725 „ >>
1837 1991 „ >,
Schädliche Insekten hat Belgien nicht besonders viel. — Wir wendenuns nun zu den Hausthieren und zur Viehzucht.
Belgien eignet sich besonders zur Pferdezucht und bringt verschiedeneArten von Pferden hervor, unter denen besonders die flandrischen geschätztsind. Gute Arbeitspferde liefern die Polders von Antwerpen, und Luxem-burg zieht gute Wagen- und Postpferde. Gleichwohl ist die Zahl derergering, die sich mit der Pferdezucht abgeben. Ein königl. Gestüt befindetsich zu Tervueren in der Nähe von Brüssel. Es besteht aber nur ausZuchthengsten, welche die Regierung jedes Jahr in die verschiedenen Pro-vinzen schickt, um die Stuten zu belegen, und die einheimische Nace zuveredeln. Das in dem königlichen Gestüt von Hengsten gewonneneResultat war folgendes:
Produkt?.
Zuchthengste.
Belegungen.
Füllen.
Mutterfüllen.
1834
13
458
71
54
1835
20
575
96
107
1836
41
1997
210
195
1837
51
1665
292
296
1838
61
2637
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Unter den Privatgestüten zeichnen sich aus: die von Cambron, dreiLieues von Mons, von St. Pierre bei Thier:, das von Oukerzele (inOst-Flandern), von Maison-Bois in der Nähe von Verviers u. a. w-Alljährlich bringt Belgien gegen 249,614 Pferde hervor, und im Jahre1818 zählte man allein 202.509, im I. 1822 267,206, im 1.1826 202,427,und im Jahre 1830 213,512 Zugpferde.
Das Hornvieh ist am zahlreichsten in Flandern, Limburg und Lu-xemburg, und das Land bringt gewöhnlich im Jahre 898,076 Stück het-vor. Gewöhnlich ist das Hornvieh sehr schön, besonders in der Campte,doch giebt es auch Gegenden, wo die Race der Ochsen manches zu wün-schen übrig läßt, und die Regierung hat auch bereits für die Veredlungderselben Sorge getragen. Der Schafe giebt es zwei Nacen: das fland-rische und das ardenn'sche. Ersteres liefert eine gesuchte Wolle für ge-ringere Tuchgewebe, letzteres eiue feine, seidenartige, gelockte Wolle-Das flandrische Schaf ist eine der größten Arten Eüropa's, und hat g^wöhnlich 4 bis 5 Fuß Länge. Außerdem giebt es noch mehrere Abartenvon Schafen, wie z. B. in Brabant, Hennegau, in der Campine n. fl >n-Von den übrigen Hausthieren findet man noch: Ziegen und Schweine,doch ist deren Zahl unbedeütend. ' ..
Zahmes Geflügel giebt es in Menge, wie: Gänse, Enten, ^fsithEner, das gewöhnliche Huhn u. dergl. m., und der Ertrag ist für heiBedarf hinreichend.