Das Königreich Belgien.
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Honen, so wie andere Feuerwaffen, liefert die königl. Gießerei zu Lüttich,die >27 Arbeiter beschäftigt und deren Fabrikate von ganz ausgezeichne-ter Güte sind. Der Ertrag von Feuerwaffen betrug im Jahre >836 ge-gen 7,000,000 Fr. Im Jahre 1839 wurden auf den lütkicher Waffenfa«briken 167,569 neu angefertigte Gewehre, im Jahre >841 aber nur156,647 geprüft. Der Bau von Maschinen wird mit großem Eifer be-trieben und beschäftigt mehr als 4,000 Arbeiter; ein Beweis, wie ein-träglich dieser Zweig der Industrie ist. Vorzügliche Dampfmaschinenwerden zu Seraing und Gent geliefert, und letztere Stadt zählte alleinim Jahre 1839 600 Arbeiter und 250 Lehrlinge. Dampfmaschinen undLvcomotive verfertigt Brüssel und dessen Umgegend, und außerdem giebt^ noch verschiedene Maschinenfabriken zu Verviers, Charleroi, Hornu,Mons, Namur, Lüttich, Huy, Brnges, Tvurnai u. s. w. Im Jahre1842 zählte man 1500 Dampfmaschinen mit einer Gesammtkraft von33,100 Pferden. Nägel werden sehr viel in der Umgegend von LüttichUnd Charleroi, Näh- und Stecknadeln in Lüttich und St. Nicolas gefer-tigt. Die Fabrikation von Ackerwerkzeugen ist sehr vervollkommnet undin großem Fortschreiten begriffen. Dasselbe gilt von der Fabrikationanderer Geräthe von Eisen, Kupfer oder Messing, z. B. von Feilen, Si-cheln, Sensen, Schlössern rc. Auch liefert Belgien treffliche Messer undchirurgische Instrumente. Bebrütende Messerschmieden sind in Namur,dembloux und Lierre; doch kommt der Stahl aus Deutschland. Die zu^rüssel und Lüttich gefertigten chirurgischen Instrumente konkurriren mitven ausländischen. Dagegen ist die Fabrikation physikalischer und ma-thematischer Instrumente noch unbedeutend, weil man im Allgemeinentue Instrumente, welche aus Deutschland und Frankreich kommen, denEinheimischen vorzieht. Die Arbeiten in Gold lassen hinsichtlich der Nein-veit und Eleganz der Form, so wie der Ausführung noch manches zuwünschen übrig, doch sind die Bijouteriewaaren von Antwerpen, Brüssesund Lüttich geschätzt und gesucht.
Die Fabrikation gewöhnlicher Uhren, so wie von Chronometern ist» dver nur »nbedeütend gewesen, und das Land wird von schweizerischen
französischen Produkten überschwemmt; doch existirt zu Lüttich seit
Jahre >833 eine ziemlich bebrütende Uhrenfabrik,k Hinsichtlich der Verfertigung musikalischer Instrumente ist zu bemer->n"' daß dieser Zweig der Industrie seit Kurzem gute Fortschritte ge-G» / bat. Gute und solide Pianos baut man zu Brüssel, Antwerpen,B^es nnd Lüttich. Noch besser aber, als die Pianos sind die zu"llel gefertigten Windinstrumente, die in der That ihres Gleichen suchen,in Fabrikation ygi, Töpfer-, Fayence- und Porzellangeschirren ist-i, Ae'gien nicht zurückgeblieben. Die besten Tvpferwaaren macht man^ ^irlernont; auch findet man Fabriken zu Termonde, Löwen und Gent.G. i'üut liefert Bonvigneö, Bouffionlx nnd Laroche; Fayence aus Thoni,„b Ivntaines, Fayence aus Pfeifenthon Tournai, Nimy, AndennesUnt- « ' Servals. Porzellanfabriken haben Tournai, Brnsiel, AndenneS""d Leeuw-St.-Pierre.
Fenir und Kristallwaaren werden viel gefertigt; die Fabrikation vonbeti-i»^° ""d Flaschenglas wird besonders im Arrondissement Charleroi1824 ^ Es gegen 50 Glashütten giebt, während man im Jahre
in a "Ur 10, und im Jahre 1836 37 zählte. Das Fensterglas führt manNaw..'^ Menge nach Deutschland, Holland nnd der Levante aus. Zu^ur und Val-St.-Lambert verfertigt man ausgezeichnete Kristallwaaren.
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