Das Königreich Belgien.
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Aktien bestehend, gegründet wurde. Sie ist eine Privatgesellschaft undhat nichts mit dem Staate zu thun. Außerdem giebt es Banken zuAntwerpen und Lüttich, mehrere andere Handelsgesellschaften, Versiche-rungsgesellschaften gegen Seeqefahr, Brand, Lebens-Assekuranzen, Gesell-schaften und Vereine zur Beförderung des Ackerbaues, der Industrie unddes Handels, Sparkassen n. dgl. an mehreren Orten; sie alle zu nennen,würde hier zu weit sichren.
Münzen, Maß und Gewicht. Die Einheit der Landesmünze istder Francs, der 10 Centimes hat. Goldmünzen sind: 20 und 40 Francs-stücke; Silbermünzen: '/., >/„, i, 2 und 5 Francsstücke; Kupfermünzen:k, 2, 5 und 10 Centimesstücke.
Über Maß und Gewicht s. Frankreich.
Wir kommen nun zum dritten und letzten Gesichtspunkte, von demMs die Kultur eines Volkes betrachtet werden muß, — zur geistigenKultur, au die sich einige Betrachtungen über den sittlichen Zustandder Belgier anreiben lassen.
Mit dem Schulwesen in Belgien steht es besser als in Frankreich,aber gleichwohl bleibt noch manches zu thun übrig, denn im Jahre 1841hatten noch 1000 Gemeinden keine Schulhaüser. Nach einem neuen Ge-setze vorn Jahre 1842 muß jede Gemeinde mindestens eine Elementar-lwule haben. Zu Ende des Jahres 1839 zählte Belgien 4950 Primär-schulen, die von 423,968 Zöglingen besucht wurden. Außerdem giebt es-normal- und Konkursschulen, Athenäen und Colleges. Universitäten^ablt man 4: die Staats-Universitäten zu Gent und Lüttich, und dielreten Universitäten Löwen und Brüssel, die im ersten Semester des Jah-
1839 — 1810 von 1570 Studenten besucht wurden. Der Zustand derbeiden Staatö-Uuiversitäte» Gent und Lüttich könnte blühender sein, und"'"er den Ursachen, welche am meisten dem Höheren Unterricht schaden,^ wohl hauptsächlich die Schwäche des mittleren Unterrichts zu nennen.Hhevlogische Seminarien existiren zu Mccheln, Bruges, Gent, Lüttich,^anuix und Tournai; auch giebt es noch in jeder Diöcese ein kleinesSeminar, welches mit einer Normalschule verbunden ist.l . Belgien besitzt eine Menge Anstalten, welche die Förderung und Be-vung geistigen Kultur im Allgemeinen zum Gegenstände haben,darunter steht oben an:
y l) Die königliche Akademie der Wissenschaften zu Brüssel und 2) das, " Bandermaelen zu Brüssel gegründete geographische Etablissement,ein den trefflichsten Anstalten dieser Art in Eüropa gehört und
ne Menge kostbarer wissenschaftlicher Sammlungen besitzt. Ferner giebtMenge Gesellschaften für Medizin und Naturwissenschaften, eine4 ^ Muische Veterinär- und Ackerbauschule zu Cureghem-lez-Bruxelleö,tz^!°"bemien und Schulen für das Zeichnen und die Baukunst, die vonZöglingen besucht werden, Conservatorien für Musik zu Brüssel,stir ch' Löwen und Namur, eine Militärschule zu Brüssel, um OffiziereS- Infanterie, Kavallerie, Artillerie und das Genie zu bilden,""heulen zu Antwerpen und Ostende, nn ähnliches Institut zu
und Industrieschulen zu Brüssel, Mons, Tournai, Lüttich,
erviers und Gent.
bie öen Beförderungs - Anstalten der geistigen Kultur behaupten
eine . den ersten Rang und die Regierung bat denselben stets
den Aufmerksamkeit und Pflege angedeihen lassen. Im Folgen-
" g-beu wir eine Übersicht davon: '