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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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Das Königreich Belgien.

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der Stadt gegenüber, ein Festungswerk, das flandersche Haupt genannt,welches im I. 1832 von den Franzosen belagert und eingenommen wurde.Die Stadt hat breite, gut gepflasterte Straßen, 18 Thore, 26 öffent-liche Plätze und viele schone Gebäude, unter denen sich die 500 Fußlange und 240 Fuß breite Hauptkirche auszeichnet. Sie hat einen 466Fuß hohen Thurm mit einem Glockenspiel; auch ist in ihr Rubensbegraben, von welchem sich hier zwei schöne Meisterstücke befinden; dasStadthaus, die Börse, das Arsenal, das Schauspielhaus u. s. w. Ant-werpen ist der Sitz einer Maler-Akademie, einer Akademie der schönenKünste, einer Gesellschaft von Kunstfreunden, einer zoologischen Gesell-schaft, einer Gesellschaft zum Nutzen des allgemeine» Besten, einerSchule für Ärzce und Wundärzte, einer Navigationsschule, und mehre-ver anderer Unterrichtsanstalcen, einer Bibliothek von 14,000 Bänden,eines Museums, eines Findelhauses u. dgl. m. Antwerpen besitzt auchÄele Fabriken, eine vorzügliche Diamantenschleiferei und treibt sehr be-brütenden Handel. — Lierre, kl. St. am Zusammenflüsse der großenund kleinen Nethe, 13,090 I., die Kattun, Bier und Öl fabriziren;Merdemärkre. — Mali »es (Mecheln), St. in einer sehr fruchtbarenEbene, auf beiden Seiten der Dyle, Lat. 61" 1' 52", Lang. 2° 8' 35",lst wohlgebaut aber wenig belebt, 22,895 I. Hauptkirche mit einem^48 hohen Thurme, Kirche unserer lieben Frauen, die ehemalige Je-suitenkirche, das Zeüghans mit der Stückgießerei, Palast des Erzbischofs,Stadthaus; Kollegium, bischöfliches Seminar, Irrenhaus, Leinwand-,baumwollen-, Spitzen- und andere Fabriken, Handel. — Turn hont,St., 12,909 I., ist wohlgebaut, Leinwand-, Baumwollen- und andereFabriken. — Aren doch, Fl. an der Wympe, bedeutende Strumpffabri-ken. — Hoogstraeten, kl. St., links von der Mark, Schloß. —Herenthals, kl. St., Lat. 51° 10' 30", Long. 2" 30' 2", an der klei-nen Nethe. Fabriken. — Gheel, Fl. mit einer schönen Kirche.

2. Provinz Lrabant.

Sie gränzt im Norden an Antwerpen, im Osten an Namur, Liegeund Limburg, im Süden an Hainaut und im Westen an Ost-Flandern.^.Bruxelles (Brüssel), Haupt- und Residenzstadt, auf beiden^slten der Senne, Lat. 50" 51' II", Lang. 2" 2' 0", ist auf mehreren?ugeln erbaut und mit Mauern, Wällen und Gräben umgeben, amJanuar 1810, ohne die Vorstädte, mit 106,144, im Januar 184107,ooo I., während mau am 1. Januar 1830 nur 98,279 zählte. Brüsselonnte man das kleine Paris nennen; eben so vieles Leben und Treiben,u den zum Theil sehr engen Straßen, eben so viele Fremden und na-entlich Engländer, und eben so großer Hang, das Äußerliche geltenda, Der Luxus, der sich in den Läden der rue ä« In Narlelsins

h- spricht, und der in jedem Augenblick an die rue Viviennk, und an^ E ^.äden der Boulevards erinnert, ist ganz von pariser Art, nur daßvielen Messinggeländer vor den gewaltigen Spiegelscheiben die erstene j^gen dieser Art in London zum Muster haben. Die Stadt hat sichJahre 1839, hinsichtlich ihrer Ausdehnung, um mehr als einn ^theil vergrößert; die herrliche rue ro^ale, die von der placs roxnlseben auölaüft, ist gegenwärtig außerhalb der Barriere beinahe

im' - als innerhalb derselben, und wird daher in die rne roz-nls

bein^?"^ und «xteriani'k getheilt. Die Boulevards gehen gegenwärtig"'nahe »in die ganze Stadt und die Vorstädte Jselheö und St. Jos